
Der 11. CanSat-Wettbewerb fand vom 3. bis 7. März 2025 am Flugplatz Rotenburg statt, an dem Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland teilnahmen. Veranstaltet vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, diente der Wettbewerb der Förderung von Nachwuchstalenten in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften. Die Schüler waren damit beauftragt, miniaturisierte Satelliten zu entwickeln, die in der Größe einer Getränkedose von Raketen in die Höhe geschossen wurden. Der Raketenstart erreichte eine Höhe von 700 Metern.
Das Team „Polarity“ aus Bad Homburg war eines der teilnehmenden Teams. Die Mitglieder, darunter Junyeop Kim, Filip Eberhardt, Longkui Wang, Fiodor Valikov, Philip Thierfelder und Atharva Desmuth im Alter von 15 bis 18 Jahren, arbeiteten über einen Zeitraum von sechs Monaten intensiv an ihrem Projekt. Ihr Ziel war es, mehrere wissenschaftliche Messungen durchzuführen, die unter anderem Temperatur und Luftdruck umfassten. In einer zusätzlichen Mission untersuchten sie Magnetfelder, was aufgrund seiner Relevanz zum Schutz der Erde vor Sonnen- und kosmischer Strahlung sowie für die Exoplanetenforschung von Bedeutung ist.
Projektdetails und Ergebnisse
Das Team hatte zudem eine Kamera installiert, um ein 3D-Modell ihrer Umgebung zu erstellen sowie Höhen- und Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Projektbetreuer Lehrer Sebastian Fischer, der das Team seit vier Jahren unterstützt, betonte die Wichtigkeit praktischer Erfahrungen in naturwissenschaftlichen Fächern. Nachdem die Satellitendose von „Polarity“ zunächst nicht auffindbar war, konnte sie später geborgen werden. Die Kamera war dabei beschädigt, die Aufnahmen konnten jedoch auf der Speicherkarte gesichert werden. Eine Präsentation der Ergebnisse ist für den Donnerstag nach dem Raketenstart geplant.
Die Schirmherrschaft des Wettbewerbs lag bei der Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen, und zahlreiche Mitorganisatoren, darunter die Hochschule Bremen und die Space Rocket Technology GmbH, unterstützten die Veranstaltung. Interessierte Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren können sich im August 2025 für die nächste Runde bewerben. Damit wird der Lernprozess weiter gefördert, indem Schüler praxisnahe Einblicke in die Luft- und Raumfahrtindustrie erhalten und ihre innovativen Projekte einer Jury präsentieren können, wie auch DLR.de berichtete.
Der Wettbewerb stellt einen wichtigen Baustein in der Nachwuchsförderung dar. In den letzten Jahren haben Teams verschiedene wissenschaftliche Konzepte entwickelt, darunter die Untersuchung der Bewohnbarkeit fremder Himmelskörper und die Analyse der Atmosphäre bezüglich Umwelteinflüssen wie Feinstaub, Sauerstoff und CO2.