
Am 24. März 2025 wurde die Luftqualität in Hamburg als „schlecht“ eingestuft, wobei mehrere Messstationen die Grenzwerte für Feinstaub (PM₂,₅) überschritten. Laut einem Bericht von news.de erreichte der höchste gemessene Wert in der Stadt 28 µg/m³, was den Luftqualitätsindex (LQI) in den roten Bereich katapultierte.
Das Umweltbundesamt empfahl, dass insbesondere Risikogruppen Anstrengungen im Freien vermeiden sollten. Der Normalbereich für Feinstaub liegt zwischen 0 und 25 µg/m³. Besorgniserregend sind die örtlichen Spitzenwerte, die am 10. März 2025 gemessen wurden: In Hamburg-Altona Elbhang, Hamburg-Habichtstraße und Hamburg-Wilhelmsburg wurden jeweils 60 µg/m³ registriert, während Hamburg-Sternschanze mit 59 µg/m³ und Hamburg-Veddel mit 57 µg/m³ ebenfalls in den roten Bereich fielen.
Bundesweite Luftqualitätslage
Die Luftqualität in Deutschland wurde insgesamt als schlecht eingestuft, wie das Umweltbundesamt in einem weiteren Bericht bestätigt, den umweltbundesamt.de veröffentlichte. Eine der Hauptursachen für die hohe Belastung mit Feinstaub ist die Kombination aus erhöhtem Energiebedarf im Winter, Holzheizungen in Kaminen und Emissionen aus dem Straßenverkehr.
Zusätzlich hat die Landwirtschaft regionalen Einfluss auf die Feinstaubbelastung. Der mögliche Einfluss von Ferntransport, unter anderem durch Saharastaub und Emissionen aus Osteuropa, könnte ebenfalls zur aktuellen Belastung beitragen. Derzeit sind die Wetterbedingungen windstill, was zur Ansammlung von Schadstoffen in den unteren Luftschichten führt, während der Mangel an Niederschlag dazu führt, dass diese Partikel nicht aus der Luft gewaschen werden.
Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert, dass sich der Hochdruckeinfluss abschwächen wird, was eine Verbesserung der Luftqualität erwarten lässt. Kurzfristige Maßnahmen zur Senkung der Feinstaubkonzentration haben jedoch bislang kaum Erfolge gezeigt. Eine deutliche Verbesserung der Luftqualität könnte erst mit dem Abklingen der austauscharmen Wetterlage, insbesondere durch Wind und Niederschlag, eintreten.