Ammerland

Skelette hängen im Zaun: Anwohner kämpfen gegen gefährlichen Verkehr!

In Ambach, einem Stadtteil von Münsing, haben Anwohner der Seestraße eine ungewöhnliche Aktion gestartet, um auf gefährliche Verkehrssituationen hinzuweisen. Ein Fahrrad mit einem Plastik-Skelett wurde in einem Zaun aufgehängt, um auf die rasenden Rennradfahrer und rücksichtslosen Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen. Diese Initiative fällt in eine Zeit, in der mit steigenden Temperaturen auch die Zahl der Spaziergänger, Radfahrer und Ausflügler zunimmt, die verbotenerweise die Seestraße mit dem Auto befahren.

Der Ostuferschutzverband und die Anwohner fordern seit Jahren die Herabstufung der Seestraße von einer Kreisstraße (TÖL2) zu einer Gemeindestraße. Dies würde der Gemeinde ermöglichen, eigene Regelungen für die Straße festzulegen. Das Landratsamt hat signalisiert, dass es keine Bedenken gegen eine Herabstufung gibt, da die Straße die Anforderungen an eine Kreisstraße nicht erfüllt.

Planungen zur Verkehrssicherheit

Der Münsinger Gemeinderat hatte im Juni 2018 jedoch mit 12:4 Stimmen gegen eine Umwidmung entschieden. Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler) plant nun, vor der Sommerpause einen neuen Vorstoß zur Diskussion über die Abstufung zu unterbreiten. Grasl betont in diesem Zusammenhang, dass es sich um eine komplexe Materie handelt. Folgekosten und der Personalaufwand für den Bauhof müssten berücksichtig werden, und er äußert Bedenken, dass eine Abstufung zu einer Antragsflut führen könnte, die die Verwaltung verunsichern würde. Er bezeichnet die Seestraße als „Altlast“, die seit Jahrzehnten ungelöst ist.

Zusätzlich berichtet die Süddeutsche Zeitung, dass die Münsinger Seestraße keine relevante Funktion mehr für den Autoverkehr hat, jedoch stark touristisch genutzt wird. Die Strecke zwischen Ambach und Ammerland ist nur mit Sondergenehmigung befahrbar, was zu Nutzungskonflikten führt, da die Fußgänger- und Radfahrerfrequenz hoch ist. Ein Arbeitskreis zur Verkehrsberuhigung hat zudem das Ziel, bessere Lösungsmöglichkeiten zu schaffen.

Eine Herabstufung könnte der Gemeinde ermöglichen, Geschwindigkeitsbeschränkungen, beispielsweise eine Tempo-30-Zone, einzuführen und gegen Falschparker vorzugehen. Bürgermeister Grasl hat betont, dass keine Ideallösung existieren wird und das Verkehrsrecht nicht willkürlich angewendet werden kann. Der Gemeinderat von Münsing wird voraussichtlich im April oder Mai über die Abstufung entscheiden.

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