
Am 21. März 2025 wurde bekanntgegeben, dass Bremen in der ersten Auswahlrunde um die Ausrichtung der Frauen-EM 2029 in Deutschland gescheitert ist. Zusammen mit den Städten Essen und Hamburg schaffte es Bremen nicht auf die „Shortlist“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Die ausgewählten Spielorte für das Turnier sind Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hannover, Köln, Leipzig, München, Rostock und Wolfsburg.
Bremen wurde in eine Kategorie mit Städten wie Köln, Leipzig und Hannover eingeordnet, die über Stadien mit 30.000 bis 50.000 Plätzen verfügen. Die Bewertung der Bewerbungen basierte auf Kriterien wie „Mobility, Accommodation, Training Facilities, Stadium und Marketing/Relations“. In diesen Bereichen schnitt Bremen weniger gut ab, wobei Mängel insbesondere beim öffentlichen Nahverkehr, den Übernachtungsmöglichkeiten, den Trainingsanlagen, dem Stadion und den Werbemaßnahmen festgestellt wurden.
Enttäuschung über die Entscheidung
Die DFB-Kommission bewertete die Bewerbungen anhand von Daten der Städte, ohne die Namen der Städte zu nennen. Es wurden Zweifel an der Eignung des Weserstadions sowie der Trainingsmöglichkeiten geäußert. Bremen hatte zugesichert, dass das Stadion EM-tauglich wäre, jedoch war man nicht in der Lage, einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr während des Turniers zu garantieren, was ein wichtiges Kriterium der UEFA war. Während Köln, Leipzig und Hannover dies zugesichert hatten, gab es Bedenken hinsichtlich des Übernachtungsangebots, obwohl Bremen über 100 Hotels und 16.700 Betten verfügt.
Der Geschäftsführer der Bremer Weser-Stadion GmbH, Hans-Jörg Otto, zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung und betonte, dass die vorgebrachten Argumente lösbar gewesen wären. Auch Birte Brüggemann, die Leiterin Frauen- und Mädchenfußball beim SV Werder, äußerte ihre Enttäuschung. Diskussionen über die Nutzung der Trainingsplätze des SV Werder fanden statt, wobei der Klub diese jedoch anbot. Zudem wurde der DFB von Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt beschuldigt, mangelnde Werbung für die EM betrieben zu haben, was der SV Werder zurückwies und sein Engagement für den Frauenfußball betonte.
Der DFB hat bereits die Bewerberunterlagen für die Frauen-EM 2029 an die UEFA übermittelt. Laut dem DFB wurde eine „Shortlist“ von elf Spielorten für das Turnier erstellt, das mit 16 Teams an 31 Spieltagen in voraussichtlich acht Spielorten ausgetragen wird. Die endgültige Auswahl der Spielorte wird im Juni 2025 bekanntgegeben, während die finalen Unterlagen bis zum 27. August 2025 bei der UEFA eingereicht werden müssen. Der EM-Ausrichter wird im Dezember 2025 durch das UEFA-Exekutivkomitee bekanntgegeben, wie dfb.de berichtete.