
In Bremen-Vegesack steht der Abriss des Traditionshotels „Strandlust“ an, ein Schritt, der in mehreren Phasen durchgeführt wird. Der Hotelkomplex, der aus fünf Gebäuden besteht, wird derzeit von Abrissunternehmer Gregor Mielke unter die Lupe genommen. Mielke hat bereits Pläne des Gebäudes analysiert sowie den Komplex inspiziert und gibt an, dass der Abriss in der nächsten Zeit fortgeführt wird.
Der Abriss erfolgt in mehreren etappen: Zunächst wird der Teil von der Stadtgarten-Seite bis zur Mitte des Hotels abgerissen, gefolgt vom Abschnitt an der Weserpromenade und dem Trakt am Fähranleger. Der letzte Abschnitt betrifft die Längsseite, die als Lärm- und Staubschutz für die Anwohner an der Rohrstraße bis zum Schluss stehen bleiben soll. Bislang wurden bereits rund 100 Container mit Abfallmaterialien abtransportiert, und der Saal des Hotels wurde als erster Teil abgerissen. Der Küchentrakt ist für einen Abriss am kommenden Freitag vorgesehen.
Ablauf und Pläne für den Neubau
Der aktuelle Stand zeigt: Schätzungen zufolge ist bereits ein Viertel der Strandlust abgerissen, einschließlich schadstoffbelasteter Materialien. Insgesamt werden etwa 400 Container benötigt, um den Abriss vollständig abzuschließen. Der Abschluss des Abrisses ist für Juni angedacht, und die Projektleiterin Jenny Brandt hat alle Termine für die Abrissabschnitte in ihrem Smartphone gespeichert. Bis Ostern soll der Gebäuderiegel entlang der Promenade abgerissen sein.
Ein bedeutender Punkt im Abrissprozess ist, dass der Keller des Hotels erst im nächsten Jahr vollständig abgerissen wird, da er mit dem alten Hochwasserschutz verbunden ist. Ein neuer Hochwasserschutz wird nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens bereitgestellt, was voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Mielke plant, 2026 zurückzukehren, um den unterirdischen Abriss abzuschließen. Brandt zeigt sich optimistisch, dass im Sommer nächsten Jahres mit dem Bau einer neuen Strandlust begonnen werden kann.
Der Abriss und der geplante Neubau des Strandlust-Hotels ziehen jedoch auch Kritik auf sich. Bürgerinnen und Bürger äußern Widerstand gegen die Neubaupläne, da erwartet wird, dass viele Bäume gefällt werden, obwohl in einer Beiratssitzung versichert wurde, dass alle Bäume erhalten bleiben. Darüber hinaus ist geplant, dass die neue Strandlust nur einen kleinen Teil der Fläche einnehmen soll, während der Rest in Wohnhäuser umgewandelt wird.
Das Traditionshotel „Strandlust“ war lange Zeit eine wichtige Adresse in Bremen-Nord, meldete jedoch Insolvenz an. Investor Max Zeitz erwarb das Gebäude und kündigte den Abriss an. Er plant zudem den Bau eines Hotels im Speicherquartier im Vegesacker Hafen, was bedeutet, dass die neue Strandlust auf Hotelbetten verzichten soll.
Für weitere Details wurde in einem Bericht von Weser-Kurier berichtet, während buten un binnen weitere Informationen zu den Plänen und der Kritik an den Neubauvorhaben bereitstellt.