Stuttgart

Rechtsextremistische Gruppierung ‘Hammerskins Deutschland’ in Baden-Württemberg durchsucht – Razzien in zehn Bundesländern

Rechtsextremistische Gruppierung in Deutschland verboten

Die Neonazi-Gruppierung "Hammerskins Deutschland" und ihre Teilorganisation "Crew 38" wurden in einer groß angelegten Aktion von den Sicherheitsbehörden verboten und durchsucht. Die Razzien fanden in zehn Bundesländern statt, darunter auch in Baden-Württemberg. Insgesamt waren rund 700 Einsatzkräfte beteiligt. Das Verbot richtete sich gegen mutmaßliche Führungsfiguren und es wurden Bargeld und rechtsextremistische Devotionalien beschlagnahmt. Die Behörden schätzen die Mitgliederzahl der Gruppe auf bundesweit rund 130.

Im Südwesten Deutschlands sind zwei Objekte Ziel der Durchsuchungen gewesen, eines im Regierungsbezirk Karlsruhe und eines im Regierungsbezirk Stuttgart. Ein Sprecher des Stuttgarter Innenministeriums bestätigte, dass die Maßnahmen gegen ein Mitglied des regionalen Chapters "Württemberg" und ein anderes Mitglied des Chapters "Westwall" der "Hammerskins Deutschland" gerichtet waren.

Die in den USA gegründete "Hammerskins Nation" hat Ableger in verschiedenen Ländern, darunter auch in Deutschland. Die hiesige Gruppe existiert seit Anfang der 1990er Jahre und versteht sich als elitäre "Bruderschaft" der rechtsextremistischen Skinhead-Szene. Sie wird als eng mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht und strebt die Vereinigung aller "weißen nationalen Kräfte" weltweit an, um die Existenz der "weißen" Rasse zu schützen.

Das Verbot von "Hammerskins Deutschland" umfasst auch alle Gegenstände mit den entsprechenden Symbolen. Das Landesamt für Verfassungsschutz in Stuttgart gibt an, dass es im Südwesten Deutschlands nur eine einstellige Zahl von Mitgliedern gibt, hauptsächlich im Chapter "Württemberg", das ausschließlich Mitglieder aus Baden-Württemberg umfasst. Das Chapter "Westwall" ist hingegen bundesländerübergreifend.

Der Bundesinnenministerium hat in Zusammenarbeit mit den Ländern und auch mit US-Partnerbehörden mehr als ein Jahr lang Vorbereitungen für das Verbot getroffen. Das Verbot der "Hammerskins Deutschland" ist das 20. Verbot einer rechtsextremistischen Vereinigung in Deutschland.

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Insgesamt handelt es sich um eine konzertierte Aktion der Sicherheitsbehörden gegen eine rechtsextremistische Gruppierung, die als eine harte Maßnahme gegen die organisierte rechtsextremistische Szene in Deutschland betrachtet wird. Die Durchsuchungen und das Verbot zielen darauf ab, gegen rechtsextremistische Führungsfiguren vorzugehen und die verfassungsmäßige Ordnung aufrechtzuerhalten.

FAQs

Was ist die "Hammerskins Deutschland"?

Die "Hammerskins Deutschland" ist eine rechtsextremistische Neonazi-Gruppierung, die sich als elitäre "Bruderschaft" der rechtsextremistischen Skinhead-Szene versteht. Sie besteht in Deutschland seit Anfang der 1990er Jahre und ist eng mit dem Nationalsozialismus verbunden. Ihr Ziel ist es, weltweit alle "weißen nationalen Kräfte" in der "Hammerskin Nation" zu vereinen und die Existenz der "weißen" Rasse zu schützen.

Wie viele Mitglieder hat die Gruppe?

Die Behörden schätzen, dass die "Hammerskins Deutschland" bundesweit rund 130 Mitglieder hat. Im Südwesten Deutschlands, insbesondere im Chapter "Württemberg", gibt es eine einstellige Zahl von Mitgliedern. Das Chapter "Westwall" ist über Bundesländergrenzen hinweg organisiert.

Warum wurde die Gruppe verboten?

Die Gruppe wurde von den Sicherheitsbehörden verboten, da sie in kämpferisch-aggressiver Weise gegen die verfassungsmäßige Ordnung verstößt und ihre Zwecke und Aktivitäten den Strafgesetzen zuwiderlaufen. Sie ideologisiert auch Nicht-Mitglieder mit rechtsextremistischem Gedankengut bei ihren Konzertveranstaltungen. Das Verbot zielt darauf ab, gegen rechtsextremistische Führungsfiguren vorzugehen und die verfassungsmäßige Ordnung aufrechtzuerhalten.

Wie wurde das Verbot umgesetzt?

Die Sicherheitsbehörden haben in einer groß angelegten Aktion Razzien durchgeführt und Wohnungen von mutmaßlichen Führungsfiguren der "Hammerskins Deutschland" durchsucht. Dabei wurden Bargeld und große Mengen rechtsextremistischer Devotionalien beschlagnahmt. Das Verbot umfasst auch alle Gegenstände mit den entsprechenden Symbolen. Die Behörden haben Vereinsvermögen eingezogen und den Verein einschließlich seiner Teilorganisationen aufgelöst. Insgesamt waren rund 700 Einsatzkräfte an den Durchsuchungen beteiligt.

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Wie viele rechtsextremistische Vereinigungen wurden bisher in Deutschland verboten?

Das Verbot der "Hammerskins Deutschland" ist das 20. Verbot einer rechtsextremistischen Vereinigung durch das Bundesinnenministerium. In den vergangenen Jahren wurden auch andere rechtsextremistische Gruppierungen wie "Combat 18" und "Nordadler" verboten. Diese Verbote dienen dazu, gegen rechtsextremistische Aktivitäten vorzugehen und die verfassungsmäßige Ordnung zu schützen.


Gefundene Quellen für diesen Artikel: 4
Wichtigste Quelle für die Basisinformationen und Factcheck: www.sueddeutsche.de

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