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Berlin: Zwei Männer wegen fingierter Unfälle zu Bewährungsstrafen verurteilt

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Rund neun Jahre nach einem großangelegten Betrug mit fingierten Autounfällen wurden zwei Männer vom Berliner Landgericht verurteilt. Ein Kfz-Sachverständiger erhielt eine 21-monatige Haftstrafe auf Bewährung, während ein 61-jähriger Angeklagter eine 15-monatige Bewährungsstrafe erhielt. Beide Männer wurden des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs für schuldig befunden. Außerdem wurde ihr rechtswidrig erlangtes Vermögen von insgesamt 57.000 Euro und knapp 24.000 Euro eingezogen. Die Männer hatten gestanden.

In dem Betrugsfall ging es um abgesprochene und betrügerische Verkehrsunfälle zwischen 2008 und Mitte 2014, bei denen Versicherungen einen Schaden von insgesamt einer Million Euro erlitten. An den Taten waren gegen Bezahlung eine Vielzahl von Personen beteiligt. Der Kfz-Sachverständige erstellte in 57 Fällen Schadensgutachten, bei denen Vorschäden an Fahrzeugen verschwiegen wurden und er im Gegenzug mindestens 1.000 Euro erhielt. Der 61-jährige Angeklagte war an zehn Taten der Bande beteiligt.

Die Gruppierung agierte hauptsächlich in Polen und Deutschland. Ein früherer Prozess ergab, dass ein 38-jähriger Angeklagter Personen angeheuert hatte, die Fahrzeuge zuließen und Unfälle inszenierten. Die Fahrzeughalter erhielten 1.000 Euro, nachdem der Schaden reguliert wurde. Ein "sehr erfahrener Versicherungsbetrüger" leitete die Fäden und wurde mittlerweile in Polen getötet.

Das Verfahren gegen die Bande begann im Jahr 2014 nach einer Anzeige. Die Staatsanwaltschaft Berlin erhob im August 2019 Anklage gegen vier Männer und eine Frau. Der erste Prozess fand im August 2023 statt. Das Urteil entsprach im Wesentlichen den Anträgen von Staatsanwalt und Verteidiger und berücksichtigte die Geständnisse der Angeklagten sowie die lange Verfahrensdauer.

FAQs

Wer wurde vom Berliner Landgericht verurteilt?

Ein Kfz-Sachverständiger und ein 61-jähriger Angeklagter wurden vom Berliner Landgericht verurteilt.

Was war der Grund für die Verurteilung?

Die Männer wurden wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs verurteilt. Sie waren an einem großangelegten Betrug mit fingierten Autounfällen beteiligt.

Wie lange war die Haftstrafe für den Kfz-Sachverständigen?

Der Kfz-Sachverständige erhielt eine 21-monatige Haftstrafe auf Bewährung.

Wie lange war die Haftstrafe für den 61-jährigen Angeklagten?

Der 61-jährige Angeklagte erhielt eine 15-monatige Bewährungsstrafe.

Wie hoch war der Schaden für die Versicherungen?

Die Versicherungen erlitten einen Schaden von insgesamt einer Million Euro.

Welche Rolle spielte der Kfz-Sachverständige in dem Betrugsfall?

Der Kfz-Sachverständige erstellte in 57 Fällen Schadensgutachten, bei denen Vorschäden an Fahrzeugen verschwiegen wurden. Im Gegenzug erhielt er mindestens 1.000 Euro.

In welchen Ländern operierte die Bande?

Die Bande operierte hauptsächlich in Polen und Deutschland.

Wer leitete die Bande?

Ein "sehr erfahrener Versicherungsbetrüger" leitete die Bande. Er wurde mittlerweile in Polen getötet.

Wann begann das Verfahren gegen die Bande?

Das Verfahren gegen die Bande begann im Jahr 2014 nach einer Anzeige.

Wann wurde das Urteil gefällt?

Das Urteil wurde im August 2023 gefällt.

Siehe auch:   Die Mühlen der Berliner Justiz: Wie Millionen-Betrüger langsam zur Rechenschaft gezogen werden

Gefundene Quellen für diesen Artikel: 4
Wichtigste Quelle für die Basisinformationen und Factcheck: www.rbb24.de

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