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Akut vom Einsturz bedroht: Bau-Drama in Köpenick, zwei Gründerzeit-Altbauten evakuiert

Bau-Drama in Köpenick: Zwei Gründerzeit-Altbauten vom Einsturz bedroht

In der Altstadt von Köpenick befinden sich zwei Gründerzeit-Altbauten in akuter Einsturzgefahr. Die Bewohner wurden bereits am Sonntag aus ihren Wohnungen evakuiert, nachdem erste Risse bereits vor elf Tagen entdeckt wurden. Die beiden Hinterhäuser mit den Nummern 33 und 37 sind von dem Problem betroffen. Zwischen den beiden Gebäuden befindet sich eine Baulücke, in der eine Baugrube ausgehoben wurde, die offenbar die Ursache für die Risse ist.

Die Mieter wurden am Sonntag von Feuerwehr und Polizei evakuiert. 20 von ihnen wurden in Hotels untergebracht, während die anderen 30 entweder bei Verwandten oder Freunden unterkommen konnten. Eine Entscheidung über die "Standsicherheit" der Gebäude wurde bisher noch nicht getroffen. Die Wohnungen sind seit Montag versiegelt.

Die ersten Risse wurden bereits am 7. September von den Mietern gemeldet. Die betroffenen Mieter sind schockiert über den Zustand ihrer Wohnungen. An der Hausfassade breiten sich die Risse wie ein Spinnennetz aus, wodurch auch die Türen bereits klemmen. Laut Sabine Kirmse, Sprecherin des Bezirksamts Treptow-Köpenick, ist die Baustelle in der Parrisiusstraße 35 wahrscheinlich für die Probleme verantwortlich. Dort wurde unter anderem eine Grundwasserabsenkung durchgeführt.

Die Frage der Standsicherheit ist bisher noch nicht endgültig geklärt. Die Bauaufsicht im Bezirk ist im Gespräch mit der Bauleitung und dem Prüfstatiker der Baustelle. Die Mieter sind vorläufig in Hotels untergebracht worden. Eine Anwohnerin, Ingrid B., erhebt schwere Vorwürfe gegen die Behörden, da bereits am Samstag ein Statiker akuten Handlungsbedarf festgestellt hatte, die Evakuierung jedoch erst 24 Stunden später erfolgte.

In der Vergangenheit gab es bereits ähnliche Probleme in der Nähe, als vor 25 Jahren nebenan ein Haus neu gebaut wurde. Dabei drückte Flüssigbeton in einer Holzverschalung gegen die Altbauwand und beschädigte diese schwer.

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FAQs

Was ist in Köpenick passiert?

In der Altstadt von Köpenick sind zwei Gründerzeit-Altbauten in akuter Einsturzgefahr. Die Bewohner der Hinterhäuser mit den Nummern 33 und 37 wurden evakuiert, nachdem Risse in den Häusern entdeckt wurden.

Warum sind die Altbauten einsturzgefährdet?

Die genaue Ursache für die Einsturzgefahr ist bisher nicht geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass eine Baugrube in der Nähe der Altbauten die Risse verursacht hat.

Wo wurden die Mieter untergebracht?

Einige Mieter wurden in Hotels untergebracht, während andere bei Verwandten oder Freunden unterkommen konnten.

Wie lange bleiben die Wohnungen versiegelt?

Die Wohnungen sind seit Montag versiegelt. Eine Entscheidung über die Standsicherheit der Gebäude wurde bisher noch nicht getroffen.

Gab es ähnliche Probleme in der Vergangenheit?

Ja, vor 25 Jahren gab es bereits ein ähnliches Problem, als nebenan ein neues Haus gebaut wurde. Damals drückte Flüssigbeton gegen die Altbauwand und beschädigte diese schwer.


Gefundene Quellen für diesen Artikel: 4
Wichtigste Quelle für die Basisinformationen und Factcheck: www.bz-berlin.de

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