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Erneutes Debakel in Berlin: Heinz-Brandt-Schule in Weißensee von drohendem Schulhofverlust betroffen

Heinz-Brandt-Schule in Weißensee von Bebauung bedroht

Die Heinz-Brandt-Schule in Berlin-Weißensee könnte einen großen Teil ihres Schulhofs und Schulgartens verlieren, da ein Modularer Ergänzungsbau (MEB) geplant ist. Dieser soll helfen, den akuten Schulplatzmangel in Berlin zu lindern. Obwohl es im Bezirksamt Pankow keine Kontroversen wie in Lichtenberg gibt, steht für die Schule viel auf dem Spiel. Ihr erfolgreiches Konzept, das auf Ganztags- und Förderunterricht setzt und großen Wert auf gelungene Inklusion legt, beinhaltet auch die Nutzung des Schulhofs und Schulgartens. Da die Sportaußenflächen für die Inklusionskinder zu weit entfernt sind, sind sie auf den Schulhof angewiesen, um sich zu bewegen. Der Schulgarten der Heinz-Brandt-Schule hat bereits Preise gewonnen, doch nun ist er gefährdet. Etwa die Hälfte des Gartens soll durch den MEB überbaut werden. Obwohl sich die Schulgemeinschaft erst spät über die Planungen informiert wurde, formiert sich nun vehementer Protest gegen das Bauprojekt.

Derzeit gibt es kaum realistische Alternativen zum Bau des MEBs, da in Berlin rund 26.000 Schulplätze fehlen. Die Klassenräume sind bereits überfüllt, auch an der Heinz-Brandt-Schule, wo es in den siebten Klassen statt der maximalen 26 Kinder bereits 29 gibt.

Nach Protesten der Schulgemeinschaft wurde in Aussicht gestellt, dass es ein Ersatzgrundstück für den Schulgarten geben könnte. Doch dieses liegt an einer stark befahrenen Straße und stellt keine optimale Lösung dar.

MEBs sind in Berlin unterschiedlich beliebt. Manche sehen sie als vorübergehende Übergangslösung an, während andere sie als unerwünschte Vergrößerung der Schulen empfinden. Die Schulgemeinschaft der Heinz-Brandt-Schule hofft, trotz der Erweiterung der Schule Einfluss auf die Raumaufteilung und technische Ausstattung nehmen zu können, um den Schaden zu minimieren.

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Die Situation zeigt erneut, wie akut der Schulraummangel in Berlin ist. Besonders angespannt ist die Lage nach dem Zuzug von 11.000 weiteren Schülern allein im Jahr 2022.

FAQs

Was plant das Bezirksamt für die Heinz-Brandt-Schule in Weißensee?

Das Bezirksamt plant den Bau eines Modularen Ergänzungsbaus (MEB) auf dem Schulhof der Heinz-Brandt-Schule in Weißensee.

Warum protestiert die Schulgemeinschaft gegen den Bau des MEBs?

Die Schulgemeinschaft protestiert gegen den Bau des MEBs, da dadurch ein großer Teil des Schulhofs und des preisgekrönten Schulgartens verloren gehen würden. Der Schulhof und der Schulgarten sind wichtige Bestandteile des erfolgreichen Konzepts der Schule, das auf Ganztags- und Förderunterricht sowie Inklusion setzt.

Gibt es Alternativen zum Bau des MEBs?

Derzeit gibt es keine realistischen Alternativen zum Bau des MEBs, da in Berlin ein akuter Schulplatzmangel herrscht und rund 26.000 Schulplätze fehlen. Die Klassen sind bereits überfüllt, auch an der Heinz-Brandt-Schule.

Was wird mit dem Schulgarten geschehen?

Etwa die Hälfte des Schulgartens soll durch den MEB überbaut werden. Es wurde jedoch in Aussicht gestellt, dass es ein Ersatzgrundstück für den Schulgarten geben könnte. Allerdings liegt dieses an einer stark befahrenen Straße und stellt keine optimale Lösung dar.

Wie akut ist der Schulraummangel in Berlin?

Der Schulraummangel in Berlin ist sehr akut. Allein im Jahr 2022 sind 11.000 weitere Schüler hinzugekommen, wodurch das Schulplatzdefizit weiter angewachsen ist. Derzeit fehlen in Berlin rund 26.000 Schulplätze.


Gefundene Quellen für diesen Artikel: 4
Wichtigste Quelle für die Basisinformationen und Factcheck: www.tagesspiegel.de

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