Plön

Handynutzung in Schulen: Experten fordern neue Ansätze für Kinder!

Die Diskussion um die Handynutzung an Schulen nimmt in Schleswig-Holstein an Intensität zu. Cord-Eric Lubinski, der Landeschef der DAK, schlägt alternative Ansätze vor und betont, dass Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen ein ernsthaftes Problem darstellt. Lubinski warnt vor den gesundheitlichen Risiken, die mit einer ständigen Online-Präsenz einhergehen, und fordert eine offene Diskussion über Mediensucht unter den Kultusministern. Zudem schlägt er die Einführung eines neuen Schulfachs Gesundheit vor, um die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

In diesem Kontext wird auch über neue Schulfächer zu Themen wie Finanzen, Verbraucherschutz und Medienkompetenz diskutiert. Der Bildungsminister der Länder hat das Thema Handynutzung in Schulen kürzlich bei einer Tagung in Berlin besprochen. In Schleswig-Holstein gibt es eine kontroverse Diskussion über die Handynutzung von Schülern, insbesondere im Rahmen eines Vorstoßes der CDU-Landtagsfraktion, der eine strengere Regulierung an weiterführenden Schulen fordert. Während an Grundschulen Smartphones für Kinder weitgehend untersagt sind, unterstützt die Bildungsgewerkschaft GEW eine Regulierung, während die SPD-Landtagsfraktion Verbote ablehnt.

Mediensucht unter Kindern und Jugendlichen

Laut einer aktuellen Studie der DAK-Gesundheit ist Mediensucht ein ernstes Problem. Andreas Storm, Vorstandschef der DAK, berichtete, dass ein Viertel der 10- bis 17-Jährigen soziale Medien problematisch nutzt. 4,7 % gelten sogar als abhängig, wobei Jungen mit 6 % fast doppelt so häufig betroffen sind wie Mädchen (3,2 %). Der Anstieg der problematischen Social-Media-Nutzung ist alarmierend und hat sich von 11,4 % im Jahr 2019 auf 25 % in der aktuellen Studie erhöht.

Darüber hinaus haben 12 % der Kinder und Jugendlichen Probleme mit digitalen Spielen, während 3,4 % pathologische Nutzer sind. Laut der Studie von DAK-Gesundheit verbringen Kinder im Durchschnitt 2,5 Stunden täglich in sozialen Medien, mit einer Gaming-Nutzung von 105 Minuten werktags. Prof. Rainer Thomasius warnt vor der Verbindung zwischen Mediensucht und psychischen Belastungen wie Einsamkeit, Depression und Angst. Zudem fühlen sich 35,2 % der Kinder und Jugendlichen durch die Smartphone-Nutzung anderer ignoriert, was zu weiteren sozialen Konflikten führt.

Die DAK-Gesundheit plant die Einführung eines neuen Schulfachs Gesundheit, um die Medien- und Gesundheitskompetenz in Schulen zu fördern. Dr. Michael Hubmann hebt die Bedeutung dieser Kompetenzen hervor, um einer weiteren Zunahme der Mediensucht entgegenzuwirken. Um dem Problem aktiv zu begegnen, wird zum 1. April ein bundesweites Mediensuchtscreening in den J1- und J2-Vorsorgeuntersuchungen eingeführt.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Artikeln von shz.de und dak.de.

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