
Jens Willrodt, 61 Jahre alt und seit 50 Jahren bei der Feuerwehr aktiv, tritt von seiner Position als Gemeindewehrführer in die Reserveabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Altheikendorf zurück. Er hat in seiner langjährigen Karriere beeindruckende 10 Jahre in der Jugendfeuerwehr und 40 Jahre im aktiven Dienst verbracht. Sein Einstieg in die Feuerwehr fand während der Schneekatastrophe 1978/79 statt, als er im Alter von 16 oder 17 Jahren begann, sich aktiv zu engagieren.
Die Feuerwehr spielte eine zentrale Rolle in der Bewältigung der Herausforderungen der Schneekatastrophe, indem sie Hochwasser im Heikendorfer Hafen bekämpfte und Linienbusse aus Kiel schleppte. Laut kn-online.de wurde die Versorgung der Einsatzkräfte damals durch die Frauen der Kameraden übernommen, die Kaffee und Brot an die Einsatzstelle brachten.
Rückblick auf eine lange Karriere
Besonders belastend beschreibt Willrodt den Einsatz bei Verkehrsunfällen, darunter einen tragischen Frontalzusammenstoß auf der B502, bei dem eine junge Frau ums Leben kam. Trotz seines Rücktritts wird Willrodt weiterhin als Mitglied der Reserveabteilung aktiv bleiben. Er betont, dass er die öffentliche Präsenz als Gemeindewehrführer vermissen wird, während die Fusion der Feuerwehren in Heikendorf für ihn ein wichtiges Anliegen darstellt. Er hebt hervor, dass es notwendig sei, alte Strukturen zu überdenken und die Fusion als vorausschauende Lösung zu unterstützen.
Willrodt, der den Rang eines Hauptbrandmeisters innehat und mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet wurde, äußert den Wunsch, dass die Feuerwehrkameraden die Herausforderungen der Zusammenlegung meistern und gegenseitigen Respekt zeigen. Er plant zudem, weiterhin als Schornsteinfeger zu arbeiten und hofft, mehr Zeit für sein Wohnmobil zu finden.
In der Zeit seiner aktiven Laufbahn war er 18 Jahre lang Gemeindewehrführer und sieht nun die Notwendigkeit für einen jüngeren Nachfolger. Inspiriert durch seinen Vater, der ebenfalls Feuerwehrmann war, trat Willrodt bereits im Alter von 11 Jahren in die Jugendfeuerwehr ein, nachdem er eine Sondererlaubnis erhalten hatte. Auch im aktiven Dienst sammelte er vielfältige Erfahrungen, indem er verschiedene Führungspositionen übernahm, unter anderem als stellvertretender Gruppenführer und Gruppenführer.
Er setzte sich für die Modernisierung der Ausstattung beider Feuerwehren in Heikendorf ein und strebte eine Umstrukturierung an, um eine einzige Feuerwehr mit einer Wehrführung zu schaffen. Die Aussicht auf den nächsten Gemeindewehrführer sieht er mit gemischten Gefühlen, da dieser vor Herausforderungen wie dem steigenden Einsatzaufkommen und der Verfügbarkeit der Feuerwehr stehen wird, wie der-reporter.de berichtete.