
Der Landkreis Emsland positioniert sich als Vorreiter in der digitalen Bildung, um die Transformation der Bildungslandschaft voranzutreiben. Ziel ist es, Sicherstellungen von Ressourcen für Bildungseinrichtungen in der Region zu gewährleisten. Im Rahmen des Förderprogramms „Lernräume der Zukunft“ wird das Medienzentrum Emsland an aktuelle und zukünftige Bedürfnisse angepasst.
Ein bedeutender Bestandteil dieser Initiative sind neue Green-Screen-Studios, die sowohl in Schulen als auch in Kindertagesstätten eingerichtet werden. Diese Studios ermöglichen kreative Projekte mit virtuellen Hintergründen und Spezialeffekten, was die mediale Bildung erheblich bereichert. Durch eine Plakataktion wird zudem die Sichtbarkeit der neuen Angebote in Schulen und Kitas erhöht.
Ressourcen und Unterstützung für Bildung
Das Medienzentrum Emsland verfügt über Standorte in Lingen (Ems), Meppen und Papenburg und bietet umfangreiche Dienstleistungen an. Dazu gehören Medienpädagogik, der Verleih von Medien und Geräten sowie Fortbildungen. Die Beratung über den Einsatz digitaler Medien und die Unterstützung bei Medienkonzepten sind ebenfalls wichtige Aspekte der Arbeit des Zentrums. Um die Umsetzung dieser Projekte zu gewährleisten, hat das Land Niedersachsen drei Lehrkräfte als medienpädagogische Berater für die Standorte abgeordnet.
Die Leiterinnen der Standorte tragen entscheidend zu diesem Erfolg bei: Marion Bohse leitet den Standort Papenburg, Denice Roming den Standort Meppen und Christina Almandoz den Standort Lingen. Diese werden von Mitarbeitenden der Kreisverwaltung unterstützt, um die Integration neuer Medien in den Bildungsalltag zu fördern.
Zusätzlich wird betont, dass Bildung, Raum und Digitalität in einem engen Wechselverhältnis stehen. Die Digitalisierung hat tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen zur Folge und beeinflusst zunehmend analoge Lernformate. In deutschen Schulen sind allerdings Defizite in der Integration digitaler Medien erkennbar, trotz der verbesserten technischen Ausstattung durch den Digitalpakt.
Ein zentraler Aspekt, der aus der Recherche zu ähnlichen Vorfällen hervorgeht, ist die Notwendigkeit, die physische Schularchitektur an die „Kultur der Digitalität“ anzupassen. Oftmals spiegeln die bestehenden Schulgebäude noch die Bauweisen des frühen 20. Jahrhunderts wider, was das selbstbestimmte Lernen einschränkt. Hybride Lernräume und Blended Learning gelten als Bausteine für die Schule des 21. Jahrhunderts, die die Verbindung von digitalen Medien und den Bedürfnissen der Lernenden fördern.
Die Schulen müssen sich darauf vorbereiten, dass zukünftige Berufe noch nicht existieren, was eine Anpassung der Lernmethoden und Raumgestaltung erfordert. Innovative Konzepte, die ein erfülltes Lernerlebnis ermöglichen, sind für die Bildungslandschaft von entscheidender Bedeutung, wie auch in einem Artikel von Bildung.digital erläutert wird.