
Im Hamburger Hafen führte die Wasserschutzpolizei am Mittwoch einen umfangreichen Polizeieinsatz durch. Dabei wurden Fahrgäste der Hamburger Verkehrsverbund (HVV)-Schiffe seit den Morgenstunden einer Durchsuchung unterzogen. Grund für diesen Einsatz ist ein neu erlassenes Verbot für das Führen von Waffen und Messern in öffentlichen Verkehrsmitteln, Bahnhöfen und Haltestellen in Hamburg.
Die Kontrollen fokussierten sich insbesondere auf die Landungsbrücken, wo die HADAG-Fähren anlegen. Der Einsatz begann um 8.30 Uhr mit 18 Beamten, die sich auf mehrere Teams verteilten, um die Anleger der Fahrgastschiffe des HVV zu überprüfen. Insgesamt suchten die Beamten nach Messern, Schusswaffen sowie Hieb- und Stoßwaffen.
Ergebnisse der Kontrollen
Ein erster Erfolg stellte sich schnell ein: Am Fischmarkt wurde ein Klappmesser bei einem Mann sichergestellt. Das Messer wurde eingezogen, und die Polizei erstattete Anzeige. Nach fünf Stunden der Kontrollen wurde eine Bilanz gezogen: Insgesamt wurden 100 Fahrgäste überprüft und fünf Messer sichergestellt. Die Polizei kündigte an, dass weitere Kontrollen in Hamburg folgen werden.
Das Waffenverbot erstreckt sich auf verschiedene öffentliche Bereiche, und es gibt klare Ausnahmen. Wie auf der Webseite der Polizei Hamburg nachzulesen ist, sind unter anderem Polizeien, Bundeswehr, Zollverwaltung und Rettungsdienste vom Verbot ausgenommen. Zudem dürfen Anwohner mit Hauptwohnung in dem betroffenen Gebiet sowie bestimmte Gewerbetreibende Messer führen, sofern diese für konkrete Aufträge benötigt werden.