
Die Abrissarbeiten am ehemaligen Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg schreiten mit großen Schritten voran. Am Sonntag, dem 20. März 2025, stehen die Sprengungen der beiden großen Kesselhäuser an, die das Kraftwerk prägten. Der Rückbau des 2015 in Betrieb genommenen, modernsten und effektivsten Steinkohlekraftwerks Deutschlands, kostet insgesamt drei Milliarden Euro und begann bereits Ende 2023.
Bereits im November 2024 wurde der 140 Meter hohe Doppelschornstein gesprengt. Für die bevorstehenden Sprengungen der Kesselhäuser werden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen, darunter die Einrichtung eines Sperrgebiets von 500 Metern um die Sprengstelle, wie NDR berichtete. Das Sperrgebiet darf während der Vorbereitungen und der Sprengung nicht betreten werden und soll voraussichtlich am Sonntagmittag, frühestens eine Stunde nach der Sprengung, wieder freigegeben werden.
Geplante Nutzung für grünen Wasserstoff
Nach dem Abriss sollen die freigeräumten Flächen bis Mitte 2025 für den Bau eines Elektrolyseurs übergeben werden, der ab 2027 grünen Wasserstoff produzieren soll. Dieser wird aus umweltfreundlich erzeugtem Strom hergestellt. Die technische Infrastruktur wird auch im Hamburger Hafen integriert, und Wirtschaftsminister übergab kürzlich Förderbescheide in Höhe von über 280 Millionen Euro für das Wasserstoff-Netz, wie Süddeutsche Zeitung berichtete. Der Elektrolyseur wird mit erneuerbaren Energien, insbesondere Solar- und Windkraft, betrieben werden.
Das Moorburger Kraftwerk hatte einst eine Leistung von 1.654 Megawatt in zwei Blöcken und erzeugte jährlich elf Terawattstunden, was fast dem gesamten Strombedarf Hamburgs entsprach. Dennoch wurde die Anlage bereits sechseinhalb Jahre nach ihrer Inbetriebnahme 2021 stillgelegt.