
Am Donnerstagmorgen wurde die Zugstrecke von Maschen (Landkreis Harburg) nach Hamburg-Harburg aufgrund eines schweren Unfalls gesperrt. Laut Berichten von NDR waren die betroffenen Linien RE3 und RB31. Für die Passagiere wurde ein Notverkehr mit Bussen durch die Eisenbahngesellschaft metronom eingerichtet. Zuvor wurde der Zugverkehr auf dem gesamten Streckenabschnitt von Hamburg bis Lüneburg eingestellt; dieser verläuft mittlerweile wieder.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen, der zwischen einem ICE und einem Sattelzug stattfand. Ein 55-jähriger Mann kam bei dem Vorfall ums Leben, nachdem er am Unfallort wiederbelebt wurde. Mindestens 25 Personen wurden verletzt, davon wiesen sechs mittelschwere und 19 leichte Verletzungen auf. Alle 291 Insassen des ICE konnten den Zug jedoch sicher verlassen. Der Unfall ereignete sich an einem halbbeschrankten Bahnübergang mit Lichtzeichenanlage im Stadtteil Rönneburg.
Details zum Unfall und den Folgen
Die Ladung des Lastwagens, der Bahnschienen transportierte, verteilte sich entlang des Unfallortes. Der Lkw-Fahrer sprang kurz vor dem Aufprall aus dem Fahrerhaus und zog sich lediglich leichte Verletzungen zu. Die Wucht des Aufpralls führte dazu, dass Fensterscheiben in den vorderen Wagen des ICE zerbrachen. Comedian Bernhard Hoëcker, der sich ebenfalls im Zug befand, berichtete, dass es ihm körperlich gut gehe.
Die Passagiere mussten nach dem Unfall zwischen zwei bis drei Stunden im Zug warten, bevor eine Evakuierung mit Bussen nach Harburg durchgeführt werden konnte. Die Feuerwehr war mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort. In der Folge wurde die Strecke zwischen Hamburg-Harburg und Buchholz gesperrt, was jedoch nur geringe Auswirkungen auf den Fernverkehr hatte. Fahrgäste müssen jedoch mit Umleitungen und Verspätungen von etwa 15 Minuten rechnen. Während noch Reparaturarbeiten am zweiten Gleis stattfinden, ist eine Prognose für die Fertigstellung der Arbeiten derzeit unklar.