
Im Landkreis Hameln-Pyrmont wurden zwei Feldhasen tot aufgefunden, die an der hochansteckenden Hasenpest erkrankt waren. Diese Krankheit kann auch für Menschen bedrohlich werden. Wie NDR berichtete, zeigen erkrankte Tiere Symptome wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Fieber und unsicheren Gang. Neben Hasen können auch Kaninchen und Nagetiere, wie Ratten und Mäuse, infiziert werden. Die Erkrankung führt bei Tieren häufig zum Tod.
Menschen können sich durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, den Verzehr von unzureichend erhitztem Fleisch oder durch das Einatmen von Krankheitserregern anstecken. Bei einer Infektion zeigen betroffene Menschen grippeähnliche Symptome, darunter hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Bei Auftreten der Symptome sollte ein Arzt konsultiert werden; eine Isolierung ist nicht erforderlich, da eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung bislang nicht bekannt ist.
Vorsichtsmaßnahmen und weitere Vorkommen
Haustiere wie Hunde und Katzen können sich ebenfalls infizieren und die Krankheit auf Menschen übertragen. Letztmals wurde 2015 ein Mensch im Landkreis Hameln-Pyrmont wegen Hasenpest behandelt. Um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren, empfiehlt es sich, beim Umgang mit Wildtieren Einmalhandschuhe und Atemschutzmasken zu tragen und Fleisch von Hasen gut durchzugaren. Verendete Wildtiere sollten beim Veterinäramt des Landkreises gemeldet werden.
Des Weiteren berichtete Fitbook von zwei bestätigten Fällen der Hasenpest im Kreis Gießen, Hessen. Die Übertragung der Krankheit erfolgt von Wildtieren auf Menschen, was diese zu einer Zoonose macht. Der Erreger, das Bakterium Francisella tularensis, kann in der Umwelt mehrere Wochen bis Monate überleben. Die Symptome bei Menschen sind ähnlich den bereits genannten und können auch schwere Krankheiten wie Lungenentzündungen zur Folge haben.
In Hessen wurden seit 2023 bereits zehn Fälle in verschiedenen Kreisen gemeldet, ein Anstieg, der auf die zunehmende Verbreitung der Krankheit hinweist. Die ersten dokumentierten Fälle von Tularämie sind in Deutschland seit 1931 bekannt, mit einem Anstieg der Infektionen seit 2013.