
In einem Gespräch am Küchentisch in Vierhöfen äußern sich Judith Höfler und Danny Kähler, die Vorsitzenden des FDP-Ortsvereins Salzhausen, zu ihrem Engagement in der Politik. Judith Höfler, 42 Jahre alt, ist Lehrerin an der Winsener Johann-Peter-Eckermann-Realschule und lebt mit ihrem Mann sowie zwei von drei Kindern in Vierhöfen. Danny Kähler, 37 Jahre alt und Steuerberater, hat seit 2018 seinen Wohnsitz in Garstedt und bringt ein Kind in die Familie.
Judith Höfler war in ihrer Jugend im Landes- und Bundesschülerrat aktiv und trat mit 18 Jahren der UWG bei, um unsuccessfully für den Kreistag zu kandidieren. Nach einer Pause in der Kommunalpolitik fand sie 2017 den Weg zur FDP. Kähler, der ebenfalls 2017 zur FDP trat, war zuvor Bundeswehrsoldat und hegt ein großes Interesse an politischen Themen.
Politische Ansichten und Perspektiven
Im Gespräch äußert Höfler, dass es in der Bundespolitik zunehmend schwierig sei, eigene Inhalte durchzusetzen. Sie zeigt sich erleichtert über das Ende der Ampelkoalition: „Ich war froh, dass die Ampelkoalition vorbei ist.“ Während sie 2023 für die Auflösung der Ampel stimmte, sprach sich Kähler für den Verbleib aus. Beide kritisieren die Kompromissfindung innerhalb der Ampelkoalition sowie das D-Day-Papier der FDP.
Höfler und Kähler sind optimistisch hinsichtlich des Einzugs der FDP in den Bundestag, wobei Höfler mit fünf Prozent und Kähler mit sechs Prozent rechnet. Höfler bezeichnet Christian Lindner als den richtigen Mann für die Partei, fordert jedoch mehr Platz für andere Stimmen. Sie hebt außerdem hervor, dass die FDP während der Corona-Pandemie sichtbar war, während heute das Thema Sicherheit eine höhere Priorität haben sollte.
Kähler betrachtet die Politik der Gegenwart als glaubwürdiger und erkennt die Komplexität der politischen Landschaft an. Beide betonen die essenzielle Rolle der Kommunalpolitik und unterstreichen die Notwendigkeit, die Stimmen der Kommunalpolitiker innerhalb der Partei zu hören, um die Arbeit der FDP fortzusetzen und einen künftigen Einfluss zu sichern.
Nach dem Ende der Ampelkoalition, die am 6. November 2024 aufgelöst wurde, wird die politische Landschaft von vielen als herausfordernd angesehen. Laut den Ausführungen in bpb.de erfordern die Lehren aus der Regierungszeit der Ampelkoalition eine Rückbesinnung auf die Wertschätzung von Kompromissen in der Politik, während politische Verhandlungen odergeprägt sein sollten von Dialog und Verständigung. Es liegt an den Parteien, auch im bevorstehenden Wahlkampf große Grundsatzfragen offen zu diskutieren und Lösungsideen klar zu benennen.