
Im Stadtteil Neugraben in Hamburg sind umfassende städtebauliche Veränderungen geplant. Die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg fordert ein Mobilitätskonzept, um die neuen Anforderungen des Verkehrs aufgrund der geplanten Neubauprojekte zu berücksichtigen. Diese Projekte sollen das Stadtbild des Stadtteils nachhaltig verändern.
Ein zentraler Punkt der Planungen ist der Neubau eines Verwaltungsgebäudes, in dem das Polizeikommissariat 47 und das Jobcenter untergebracht werden sollen. Dieses Gebäude befindet sich auf der Ostseite, südlich des Bahnhofs. Darüber hinaus sollen durch den Bebauungsplan Neugraben-Fischbek 73 ein Geschäfts- und Wohngebäude sowie weitere Bebauungspläne, wie die Neugraben-Fischbek 74 mit rund 68 geförderten Wohnungen, realisiert werden. Auch die Schaffung von Wohnungen, einer Kita und Grünflächen westlich der Bauernweide ist vorgesehen.
Forderung nach Bürgerbeteiligung
Die SPD betont die Notwendigkeit einer geordneten Verkehrsführung sowie einer besseren Berücksichtigung der Belange von Radfahrern und Fußgängern. Eine Parkraumanalyse aus dem Jahr 2019 hat gezeigt, dass zwar ausreichend Stellplätze vorhanden sind, jedoch eine gezielte Steuerung erforderlich ist. Daher besteht ein klarer Handlungsbedarf aufgrund der veränderten Bedingungen und der neuen Mobilitätsanforderungen. Die SPD hat einen Antrag auf Erstellung eines zeit- und bedarfsgerechten Mobilitätskonzepts gestellt und fordert zusammen mit den GRÜNEN die Einbeziehung der Bürger bei der Planung.
Zusätzlich wird im Rahmen der integrierten Stadtteilentwicklung in Neugraben ein umfassendes Engagement zur Verbesserung der Lebensqualität unternommen. Dies umfasst verschiedene Stadtteilprojekte, bei denen in der Summe 14,5 Millionen Euro Städtebaufördermittel investiert wurden. Die Projekte sollen unter anderem Bildung, Kultur, Sport und Beratung fördern, neue Spielplätze und Wegeverbindungen schaffen sowie die Grünanlagen aufwerten, wie in einem Bericht auf hamburg.de erläutert wird.
Die Initiativen zur Neugestaltung umfassen auch die Modernisierung von Wohnungen und Investitionen in das Wohnumfeld. Die Neugestaltung der Fußgängerzone Neugrabens fand bereits 2020 statt, während Umbauten am Einkaufszentrum und Busbahnhof momentan in der Bauphase sind.