
Am 2. April kam es gegen 11.50 Uhr zu einem großen Einsatz an der Albinus-Gemeinschaftsschule in Lauenburg. Ein Gasaustritt im Flurbereich der Schule wurde gemeldet, was zahlreiche Rettungskräfte und Abschleppwagen auf den Plan rief. Insgesamt klagten 18 Schülerinnen und Schüler über Beschwerden wie gereizte Augen, Atembeschwerden und Übelkeit. Diese wurden vor Ort von Sanitätern medizinisch versorgt. Die Polizei geht davon aus, dass ein Reizstoff möglicherweise absichtlich versprüht wurde.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde eine Dose mit einer gasförmigen Substanz sichergestellt, deren genaue Zusammensetzung derzeit noch unbekannt ist. Die Polizei konzentriert sich in ihren Untersuchungen auf zwei 15-jährige Schülerinnen der Gemeinschaftsschule, um die Umstände des Vorfalls und die Verantwortung der tatverdächtigen Schülerinnen zu ermitteln.
Gesundheitliche Auswirkungen und ähnliche Vorfälle
Die Einsatzkräfte warnen vor den möglichen gesundheitlichen Risiken, die durch Reizgase entstehen können. Obwohl die Symptome in diesem Fall nicht schwerwiegend waren, können solche Gase zu starken Irritationen führen und bei betroffen Personen Asthmaanfälle auslösen oder bestehende Atemwegserkrankungen verschlimmern.
In Deutschland häufen sich derweil Reizgasvorfälle an Schulen. Wie n-tv berichtete, wurden innerhalb weniger Tage ebenfalls in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern mehrere ähnliche Ereignisse gemeldet. In Lichtenstein, Sachsen, wurden 42 Menschen verletzt, darunter 38 Kinder. Die Verletzungen traten in der Mensa einer Oberschule auf, wo ein stechender Geruch einen Großeinsatz von Rettungskräften und Polizei auslöste. Zwei Schüler mussten aufgrund von Husten und Atemwegsreizungen ins Krankenhaus.
Des Weiteren wurde in Bietigheim-Bissingen eine „unbekannte, stark riechende Flüssigkeit“ im Schulzentrum gemeldet, was ebenfalls zu Einsätzen von Feuerwehr und Polizei führte. Rund 91 Schülerinnen und Schüler wurden untersucht und konnten unverletzt entlassen werden, während ein Hausmeister medizinisch behandelt werden musste. Die Ursachen für die Reizgasvorfälle sind bislang unbekannt, und insgesamt mussten etwa 55 Schülerinnen und Schüler in Krankenhäusern behandelt werden.