
Am Donnerstag, den 3. April 2025, wird der Kunsthistoriker Mateo Chacón Pino einen Vortrag in der Städtischen Galerie Delmenhorst halten. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr und kostet fünf Euro Eintritt. Unter dem Titel „Auswirkungen des Klimawandels auf Kunst und Kunstgeschichte“ wird Chacón Pino die Herausforderungen beleuchten, die der Klimawandel für das Kulturerbe und die Kunstgeschichte mit sich bringt. In seinem Vortrag thematisiert er den Verlust von Kulturgut durch Umweltkatastrophen und die damit verbundenen Fragen der kulturellen Identität und lokalen Zugehörigkeit.
Der Begriff des Anthropozäns, geprägt von Paul Crutzen, wird im Vortrag ebenfalls angesprochen. Viele Künstler betrachten den Klimawandel als zentrales Anliegen ihrer Arbeit und entwickeln neue Ausdrucksformen, um planetare Zusammenhänge zu thematisieren. Chacón Pino wird zudem die körperliche Erfahrung des Klimawandels durch die Kunst diskutieren und die grundlegenden Voraussetzungen der Kunstgeschichte als Disziplin infrage stellen. Seine aktuellen Tätigkeiten umfassen die wissenschaftliche Mitarbeit am documenta Institut und an der Universität Kassel im Fachgebiet Kunst und Gesellschaft, wo er sich auf die Rolle der Kunst in der Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft fokussiert, wie delmenhorst.de berichtete.
Kulturelle Bildung im Anthropozän
Zusätzlich wird am 9. März 2023 eine Veranstaltung zur kulturellen Bildung im Anthropozän stattfinden. Diese Veranstaltung wird Gespräche über verschiedene Themen im Kontext von Kunst, Landschaft und Klimawandel beinhalten. Der Zeitplan sieht unter anderem eine Gesprächsrunde zum Thema „Resonanz und Schönheit“ vor, die sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf das Kulturerbe eines Parks aus dem 18. Jahrhundert beschäftigt. Experten aus verschiedenen Institutionen, darunter die Universität Potsdam und die Leuphana Universität Lüneburg, werden an den Diskussionen teilnehmen, wie gesellschaft-kultur-geschichte.de berichtete.
Die Veranstaltung umfasst zudem eine Gesprächsrunde über die ökologische Krise und ihre Auswirkungen auf die kulturelle Bildung sowie eine Diskussion über die Balance zwischen Resonanzfähigkeit und kritisch-reflexivem Bewusstsein. Ein partizipatives Abschlussgespräch wird sich mit den Bedürfnissen der kulturellen Bildung im Anthropozän befassen.