Emden

Trump und Carney: Spannungsfeld zwischen den USA und Kanada!

US-Präsident Donald Trump hat erstmals mit dem neuen kanadischen Premierminister Mark Carney telefoniert. In dem Gespräch, das als „äußerst produktiv“ beschrieben wurde, kündigte Trump ein Treffen nach den Wahlen in Kanada an, die am 28. April stattfinden sollen. Trump bezeichnete Carney korrekt als Premierminister, was im Gegensatz zu seinem abwertenden Umgang mit Carneys Vorgänger Justin Trudeau steht. In einem späteren Post nannte Trump Carney sogar beim Vornamen. Trump und Carney einigten sich in vielen Themen, woraufhin Trump betonte, dass die Gespräche gut verlaufen seien.

Allerdings stehen die Beziehungen zwischen Kanada und den USA unter Druck, da ab dem 3. April 25 Prozent Zölle auf Autoimporte in die USA gelten werden. Experten warnen vor einem möglichen Handelskrieg. Trump, der eine aggressive Zollpolitik verfolgt, um Zugeständnisse von Handelspartnern zu erzwingen, bestätigte, dass er mit weiteren Zöllen reagieren werde. Carney erklärte, das Gespräch sei sehr konstruktiv gewesen, machte jedoch deutlich, dass Kanada auf die neuen Zölle mit Gegenmaßnahmen reagieren wird. Carney wurde am 14. März als Regierungschef vereidigt und hatte seitdem noch nicht mit Trump gesprochen.

Handelslage zwischen den USA und Kanada

Bereits seit dem 4. Februar hat Trump Zölle von 25 Prozent auf kanadische Stahl- und Aluminiumprodukte verhängt, die seit dem 4. März in Kraft sind. Kanadier reagieren auf die hohen Zölle mit Rückzügen von Urlaubsreisen in die USA und einem Boykott von US-Waren. Ein schillerndes Beispiel für diesen kulturellen Widerstand ist die Umbenennung des „Americano“ in „Canadiano“. Laut einer Ipsos-Umfrage könnten 42 Prozent der Kanadier für Carney und die Liberalen stimmen, die einen der größten politischen Wandel in Kanada seit über 30 Jahren darstellen.

Die kanadische Wirtschaft könnte durch die Zölle stark geschwächt werden, mit Prognosen eines BIP-Rückgangs von 3,5 Prozent. Fast 80 Prozent der kanadischen Exporte gehen in die USA, die 36 Prozent des kanadischen BIP ausmachen. Trotz der herausfordernden Situation verzeichnete der S&P/TSX-Index im März einen Anstieg um 13,8 Prozent. Außerdem ist Kanada ein wichtiger Akteur im globalen Rohstoffmarkt, da es der größte Produzent von Zink, Uran und Nickel ist.

Die kanadische Regierung plant, neue Exportmärkte zu erschließen und die Handelsstrategien zu diversifizieren, um den Auswirkungen der Zollpolitik zu begegnen. Unternehmen werden aufgefordert, die Situation genau zu beobachten und die potenziellen Auswirkungen auf ihre Lieferketten zu analysieren.

Ort des Geschehens

Ort des Geschehens

Statistische Auswertung

Was ist passiert?
Handelskrieg
In welcher Region?
Kanada, USA
Genauer Ort bekannt?
Emden, Deutschland
Ursache
Zölle, Gegenmaßnahmen
Beste Referenz
zdf.de
Weitere Infos
boerse-online.de