Hannover

Tausende Jäger mobilisieren: Großprotest gegen neues Jagdgesetz in Hannover!

Die niedersächsische Landesregierung plant derzeit eine Überarbeitung des Jagdgesetzes, die in der Jägerschaft auf massive Kritik stößt. Ein zentraler Punkt ist die geplante Einschränkung der Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren. In Reaktion darauf hat die Landesjägerschaft eine Demonstration organisiert, bei der über 10.000 Teilnehmer am Donnerstagvormittag in Hannover erwartet werden, wie NDR.de berichtete.

Die Demonstration wird vom Schützenplatz zum Landtag führen. Vertreter von zehn niedersächsischen Küstenjägerschaften haben bereits ein Positionspapier unterzeichnet. Der Koalitionsvertrag von SPD und Grünen sah eine Überprüfung des Jagdgesetzes vor. Während zunächst diskutiert wurde, die Ausbildung an lebenden Tieren gänzlich zu verbieten, gibt es inzwischen Kompromisse: Jagdhunde dürfen weiterhin an lebenden Tieren ausgebildet werden, jedoch mit Einschränkungen. So ist vorgesehen, dass nur drei Enten für die Ausbildung und eine Ente für die Prüfung eingesetzt werden dürfen. Der Einsatz von lebenden Füchsen bleibt vorläufig erlaubt, es wird jedoch geprüft, ob Dummys verwendet werden können.

Kritik von verschiedenen Seiten

Die Landesjägerschaft hält trotz der Kompromisse an ihrer Demonstration fest. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte hat betont, dass bereits drei Treffen mit der Landesjägerschaft stattgefunden haben. Währenddessen werfen die Grünen der Landesjägerschaft vor, den Protest als Wahlkampf-Manöver zu nutzen. Zugleich rufen Tierschützer zu einer Gegendemonstration auf und fordern eine umfassende Überarbeitung des Jagdgesetzes. Der Naturschutzbund NABU kritisiert die bestehende Gesetzgebung als veraltet und sieht Handlungsbedarf. Der Landestierschutzverband hat der Landesjägerschaft Einschüchterung vorgeworfen.

Zusätzlich zu den Protesten gibt es Bedenken hinsichtlich der geplanten Änderungen im Jagdgesetz. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellte am 22. Januar ein Eckpunktepapier vor, das verschiedene Änderungen umfasst. Dazu gehören unter anderem das Verbot von Totschlagfallen sowie neue Regelungen zur Ausbildung von Jagdhunden. Die Änderungen haben unterschiedliche Reaktionen ausgelöst: Während Tierschutzorganisationen wie der Deutsche Tierschutzbund das Eckpunktepapier als enttäuschend bezeichnen, da tierschutzrelevante Aspekte verwässert wurden, äußert die Landesjägerschaft Bedenken über vermeintliche Widersprüche im Papier und vermutet politische Motive hinter den Änderungen, wie deine-tierwelt.de berichtet.

Statistische Auswertung

Was ist passiert?
Demonstration
In welcher Region?
Hannover
Genauer Ort bekannt?
Hannover, Deutschland
Beste Referenz
ndr.de
Weitere Infos
deine-tierwelt.de