
Der durchschnittliche Preis für Elektrizität im Großhandelsmarkt hat am Donnerstag einen erheblichen Anstieg erfahren und erreicht 185,3 Euro pro Megawattstunde (MWh), wie 20minutos berichtete. Dieser Preis stellt im Vergleich zu 121,07 Euro am Vortag einen massiven Sprung dar und ist damit seit 12 Tagen über 100 Euro pro MWh. In bestimmten Stunden wurden sogar Preise von bis zu 300 Euro festgestellt.
Die günstigsten Zeiten für den Energieverbrauch liegen zwischen 14 und 17 Uhr. Detaillierte Preisdaten für Donnerstag, den 13. Februar, zeigen, dass der Preis in den frühen Morgenstunden deutlich niedriger war, mit einem Minimum von 90 Euro pro MWh zwischen 14:00 und 15:00 Uhr. Im Gegensatz dazu werden mittlere Abendstunden, insbesondere zwischen 18:00 und 19:00 Uhr, mit Preisen von bis zu 331,1 Euro pro MWh als besonders teuer ausgewiesen.
Haushaltsgeräte und Energiekosten
Der Kühlschrank gilt als das energieintensivste Haushaltsgerät, das etwa 20 % der Stromrechnung verursachen kann. Darüber hinaus verbraucht die Waschmaschine im Durchschnitt 10 % der Stromkosten und läuft etwa 30 Stunden pro Monat, während der Geschirrspüler circa 8 % der Stromrechnung ausmacht. Die Stromrechnung beinhaltet zudem fixe Kosten wie Gebühren und Anpassungen.
Ab 2024 wird ein neues Berechnungssystem für den regulierten Tarif (PVPC) in Kraft treten, das eine Mischung aus kurzfristigen und langfristigen Preisen nutzen wird. Der Anteil des ‚pool‘-Preises wird schrittweise verringert: 25 % in 2024, 40 % in 2025 und 55 % ab 2026.
Im Zusammenhang mit den allgemeinen Energiekosten hat die Organisation der Verbraucher und Nutzer (OCU) festgestellt, dass die Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten, wie die im RDL 18/2022 und RD 20/2022 festgelegten, im Jahr 2024 abgenommen haben und größtenteils im Jahr 2025 nicht verlängert wurden, wie OCU berichtet.
OCU fordert die Beibehaltung bestimmter Maßnahmen für einen gerechteren Strommarkt, darunter einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Energie als Grunddienstleistung sowie die Abschaffung der Elektrizitätssteuer. Die steuerlichen Maßnahmen, die während der Energiekrise ergriffen wurden, sind mittlerweile beendet, und der Mehrwertsteuersatz für Gas- und Stromlieferungen beträgt wieder 21 %.