
Am 11. März 2025 führte die Polizei in Jelmstorf, Lüneburg, eine Kontrolle eines PKW durch, um einen Haftbefehl gegen einen 30-Jährigen zu vollstrecken. Während der Kontrolle befand sich der 30-Jährige auf dem Beifahrersitz und wurde festgenommen. Im Fahrzeug wurden Betäubungsmittel in Verkaufseinheiten sowie eine mittlere dreistellige Summe Bargeld gefunden. Infolge dieser Entdeckung wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Festgenommenen in Uelzen erlassen.
Bei der Durchsuchung der Wohnung traf die Polizei auf eine 27-Jährige, gegen die ebenfalls ein Haftbefehl vorlag. Zudem fand die Polizei in einem an der Wohnanschrift abgestellten PKW:
- Rund 400 Gramm MDMA
- Ca. 1,3 Kilogramm Amphetamin
- Rund 250 Gramm Cannabis
- Ecstasy
- Verschreibungspflichtige Medikamente
- Eine Langwaffe mit Munition
Alle beschlagnahmten Betäubungsmittel und die Waffe wurden sichergestellt. Zusätzlich wurde gegen den 32-jährigen Fahrer des angehaltenen PKW ein Verfahren wegen Handeltreibens mit Cannabis eingeleitet. Die Datenträger der betroffenen Personen wurden ebenfalls beschlagnahmt und werden nun ausgewertet. Die Ermittlungen zu den betroffenen Personen dauern an.
Rauschgiftkriminalität in Deutschland
Die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität ist ein zentrales Anliegen des Bundeskriminalamtes (BKA). Laut Informationen des BKA profitiert die organisierte Kriminalität erheblich von den illegalen Gewinnen aus dem Rauschgifthandel, wobei die Täter häufig Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz verüben und Gewaltverbrechen begehen. Diese Delikte stellen eine erhebliche Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland sowie in der gesamten EU dar, wie bka.de berichtet.
Die Anzahl der Rauschgiftdelikte im Kreis Lüneburg zeigt ebenfalls die Dringlichkeit der Problematik. Im Jahr 2022 wurden dort insgesamt 681 Rauschgiftdelikte erfasst, die Aufklärungsquote betrug 95%. Unter den Tatverdächtigen waren 621 Personen, die überwiegend männlich waren. Die Altersverteilung zeigt, dass die höchste Zahl an Tatverdächtigen unter 21 Jahren liegt, gefolgt von der Altersgruppe zwischen 30 und 40 Jahren.