
Am 4. April 2025 wurde am Schulzentrum Oedeme in Lüneburg ein Amok-Alarm ausgelöst. Auf dem Gelände der BBS III wurden Personen gesichtet, die eine Pistole bei sich trugen. Carlotta, eine angehende Erzieherin, befand sich zu diesem Zeitpunkt im Unterricht, als der Alarm ertönte. Zunächst wurde die Durchsage mit dem Alarmcode als ungewöhnlich wahrgenommen. Der Lehrer schloss die Tür und forderte die Schüler auf, sich von den Fenstern fernzuhalten. In der darauf folgenden Unsicherheit kamen auch Spekulationen über einen möglichen Gas-Austritt auf.
Viele Schüler erwarteten einen Amoklauf. Polizisten mit Maschinengewehren waren auf dem Schulhof zu sehen, während Schüler Nachrichten an ihre Eltern schrieben, um ihre Liebe auszudrücken. Carlotta erlebte panische Momente und wartete auf einen Schuss. Nach der Entwarnung blieb sie zunächst gelähmt und wollte das Klassenzimmer nicht betreten. Die gesamte Schule versammelte sich im Theatersaal, wo die Polizei über den Vorfall informierte. Bald stellte sich heraus, dass es sich bei der vermeintlichen Waffe um ein Spielzeug handelte.
Reaktionen und Folgemaßnahmen
Die Situation führte dazu, dass Carlotta Schwierigkeiten hatte, ihren Klassenraum wieder zu betreten. Schüler hatten die Möglichkeit, Gespräche mit Lehrern und Psychologen über den Vorfall zu führen. Um den Schülern zu helfen, ihren vertrauten Raum zurückzuerobern, wird die Schule in den Osterferien zusätzlich zwei Tage offener Schulbesuch anbieten. Carlotta äußerte, dass sie kein Mitleid mit dem 13-Jährigen habe, der die Spielzeugwaffe mitgebracht hat.
In Berlin wurden ebenfalls Amok-Alarme an zwei Grundschulen, der Judith-Kerr- und der Alt-Schmargendorf-Grundschule, ausgelöst. Hier waren Polizei und Feuerwehr mit mehr als 100 Einsatzkräften vor Ort. Nach der Alarmierung um 16:15 Uhr wurde jedoch Entwarnung gegeben; es stellte sich heraus, dass es sich vermutlich um einen technischen Defekt handelte. Lehrer und Schüler hatten sich während des Alarms in Räumen und Turnhallen eingeschlossen, während Eltern am frühen Abend eintrafen, um ihre Kinder abzuholen. Die Reichenhaller Straße wurde zwischen Kolberger Platz und Cunostraße gesperrt. Die Judith-Kerr-Grundschule ist eine Europaschule mit Deutsch und Französisch als Unterrichtssprachen.
Für weitere Informationen zu dem Vorfall in Lüneburg lesen Sie hier und zu dem Vorfall in Berlin hier.