Lüneburg

Kampf der Zahlungsmethoden: Bargeld oder Karte auf dem Wochenmarkt?

Auf dem Lüneburger Wochenmarkt ist ein Anstieg der Kartenzahlungen zu verzeichnen. Viele Händler haben in den letzten Jahren bargeldloses Bezahlen eingeführt, während einige nach wie vor auf Bargeld setzen. Daniel Backeberg vom Geflügelhof war der erste Stand, der diesen Service anbot, und das seit mittlerweile sieben Jahren. Er ermöglicht seinen Kunden bereits Kartenzahlungen für Beträge ab 70 Cent.

Elke Wilkens vom Gemüsebau Wilkens hat im vergangenen Jahr die Möglichkeit der Kartenzahlung ab einem Mindestbetrag von 10 Euro eingeführt und zieht EC-Zahlungen aufgrund der niedrigeren Gebühren gegenüber Kreditkarten vor. Heinrich Steinhauer von Spargel Heinrich bietet ebenfalls Kartenzahlungen an, äußert jedoch Skepsis aufgrund der hohen Transaktionsgebühren. Im Gegensatz dazu akzeptiert der Blumenladen Wöhnecke nur Bargeld, da viele Kunden dort keine hohen Beträge ausgeben. Auch Gerd Bindenagel von Südfrüchte Bindernagel nimmt derzeit nur Bargeld, sieht jedoch eine zukünftige Entwicklung in Richtung Kartenzahlung.

Regional unterschiedliche Zahlungsgewohnheiten

Auf dem Kieler Wochenmarkt, wie NDR berichtete, akzeptieren viele Händler noch immer nur Bargeld, obwohl bargeldloses Bezahlen in Schleswig-Holstein immer beliebter wird. Die „Postbank Digitalstudie 2024“ zeigt, dass immer mehr Deutsche bargeldlos zahlen möchten, wobei im Jahr 2024 allein in Deutschland 7,9 Milliarden bargeldlose Transaktionen durchgeführt wurden. Auch auf dem Kieler Markt gibt es Stände, wie den Käsestand und den Apfelstand, die Kartenzahlungen nicht akzeptieren.

Gabi Pansegrau vom Wurzelhof Schinkel hat hingegen Kartenzahlungen eingeführt und investiert monatlich rund 160 Euro in den Zahlungsservice. Im Jahr 2024 zahlte sie sogar über 1.900 Euro an die Sparkasse für bargeldlose Bezahlvorgänge. Die Gebühren für Kartenzahlungen belaufen sich auf 5 Cent pro Transaktion und zusätzlich 1 Cent pro berechnetem Euro. Händler berichten jedoch von Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Bargeld, da nicht alle Banken Wechselgeld bereitstellen.

Während einige Händler das bargeldlose Bezahlen bei kleinen Beträgen als unpraktisch empfinden, da sie Bargeld für Beträge unter 20 Euro bevorzugen, wird die Akzeptanz von Kartenzahlungen laut Mareike Petersen vom Handelsverband Nord in Schleswig-Holstein immer größer. Finn Willert von der Förde Sparkasse bringt die Anzahl der Terminals in seinem Geschäftsgebiet mit über 1.000 in Verbindung. Trotz der wachsenden Trends bleibt Bargeld auf den Wochenmärkten eine oft bevorzugte Zahlungsmethode, auch wenn sich das Zahlungsverhalten allmählich verändert.

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