
Am 30. März 2025 gab die Messstation in der Zeppelinstraße in Lüneburg aktuelle Daten zur Luftqualität bekannt. Die Erfassung von Feinstaub-Partikeln (PM10) erfolgt pro Kubikmeter Luft. Der gesetzlich festgelegte Grenzwert für PM10 liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, der maximal 35 Mal jährlich überschritten werden darf. Die Luftqualität wird anhand von drei Hauptwerten, namentlich Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon, beurteilt.
Die festgelegten Grenzwerte sind in verschiedene Qualitätsstufen unterteilt:
- Sehr schlecht: Stickstoffdioxid > 200 µg/m³, Feinstaub > 100 µg/m³, Ozon > 240 µg/m³.
- Schlecht: Stickstoffdioxid 101-200 µg/m³, Feinstaub 51-100 µg/m³, Ozon 181-240 µg/m³.
- Mäßig: Stickstoffdioxid 41-100 µg/m³, Feinstaub 35-50 µg/m³, Ozon 121-180 µg/m³.
Luftqualität und gesundheitliche Empfehlungen
Die Messungen erfolgen als Stundenmittel für Stickstoffdioxid und Ozon sowie als stündlich gleitendes Tagesmittel für Feinstaub. Jährlich sterben in der Europäischen Union etwa 240.000 Menschen vorzeitig aufgrund von Feinstaub. Empfehlungen zur Auffrischung bei schlechter Luftqualität sind wie folgt: Bei sehr schlechter Luftqualität sollten empfindliche Personen körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden, während bei schlechter Luft sich diese Empfehlung generell auf anstrengende Aktivitäten im Freien erstreckt. Bei mäßiger Luftqualität sind kurzfristige gesundheitliche Auswirkungen unwahrscheinlich, jedoch können langfristige Expositionen Effekte hervorrufen. In guten und sehr guten Luftqualitätsbedingungen bestehen keine Gesundheitsrisiken.
Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass Feuerwerk zur Feinstaubbelastung beiträgt. Obwohl Silvesterfeuerwerke Feinstaub erzeugen, sind die Mengen im Vergleich zur jährlichen Belastung nicht signifikant. Nach Mitternacht kann die Feinstaubkonzentration sprunghaft ansteigen, nimmt jedoch durch Wind schnell wieder ab. Inversionswetterlagen können zu stundenlangem Anstieg der Feinstaubwerte führen; der Qualm von Feuerwerken enthält gesundheitsschädlichen Feinstaub. Insgesamt werden durch Feuerwerke jährlich etwa 2050 Tonnen Feinstaub freigesetzt, wovon 1500 Tonnen (75 %) in der Silvesternacht verursacht werden.
Die Analyse der Feinstaubbelastung in Deutschland zeigt, dass seit der Jahrtausendwende PM10- und seit 2008 PM2,5-Messungen durchgeführt werden. Die PM10-Jahresmittelwerte liegen heute zwischen 15 und 20 µg/m³ und sind von 50 µg/m³ in den 1990er Jahren gesunken. Insbesondere in Ballungsräumen sind die Messnetz dicht und verschiedene Emittenten wie Verkehr und Industrie erhöhen die Werte. Seit 2012 wurden keine Überschreitungen des Jahresgrenzwerts von 40 µg/m³ festgestellt, während 2023 der Grenzwert an allen Messstationen eingehalten wurde.
Vielfältige Quellen, sowohl natürlicher als auch menschlicher Art, generieren Feinstaub. Während menschliche Quellen wie Verkehr, Heizungen und Industrie dominieren, spielen auch natürliche Quellen wie Vulkane und Waldbrände eine Rolle. Obwohl die Abnahme der Feinstaubemissionen in Deutschland in den letzten Jahren langsamer verlaufen ist, bleiben gesundheitliche Risiken von Feinstaub, insbesondere Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauferkrankungen, beträchtlich. Dies wurde in einem Bericht des Umweltbundesamts dargelegt.