Oldenburg

Delmenhorst im Schock: Verdächtiger soll Mädchen missbraucht haben!

In einem aktuellen Fall vor dem Landgericht Oldenburg sieht sich ein 22-jähriger Mann aus Delmenhorst mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Zwei Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren beschuldigen ihn, sie am 26. Mai 2022 vergewaltigt zu haben. Laut Anklage sprach der Angeklagte die beiden Mädchen in Bremen an, während er mit einem Freund im Auto unterwegs war und bot ihnen an, sie in die Wohnung seines Freundes in Delmenhorst zu bringen.

Auf dem Weg zur Wohnung konsumierten sie mehr Alkohol, und die Mädchen legten sich schließlich auf ein Sofa, wo sie offenbar in einem willenlosen Zustand waren. Der Angeklagte soll diesen Zustand ausgenutzt haben, um die Mädchen mehrfach zu vergewaltigen. Er bestreitet die Vorwürfe und behauptet, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen. Zudem gibt er an, dass die Mädchen fast 18 Jahre alt gewesen seien und einen Schlafplatz suchten. In seiner Darstellung wirkten sie an sexuellen Handlungen interessiert.

Details des Vorfalls

In der Wohnung, wo weiterhin Alkohol konsumiert wurde, sollen in verschiedenen Zimmern sexuelle Handlungen stattgefunden haben. Ein Freund des Angeklagten habe die Wohnung vorzeitig verlassen, und eines der Mädchen habe sich aufgrund des Alkohols übergeben. Außerdem hätten sich beide Mädchen bei kleineren Unfällen den Kopf gestoßen, was zu Gedächtnislücken bei einem der Mädchen führte. Der Angeklagte führt die Belastung des anderen Mädchens auf Eifersucht zurück. Die Befragung der minderjährigen Mädchen erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Parallel zu diesem Vorfall wird auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf sexualisierte Gewalt hingewiesen. Laut einer Mitteilung des Deutschen Juristinnenbundes ist der rechtliche und gesellschaftliche Umgang in Deutschland nicht ausreichend auf das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ausgerichtet. Sexualisierte Gewalt, zu der auch körperliche und nicht körperliche Übergriffe zählen, wird häufig nicht als strukturelles Problem wahrgenommen. Die meisten Opfer sind Frauen, und alle siebte Frau erlebt erzwungene sexuelle Handlungen. Die gesetzliche Regelung und der Umgang mit den Opfern bedürfen daher einer grundlegenden Reform.

Eine umfassende Sensibilisierung der Strafverfolgungsbehörden sowie der Ausbau von Schutzeinrichtungen und Beratungsstellen werden als notwendig erachtet, um besser auf Fälle sexualisierter Gewalt reagieren zu können, wie djb.de berichtete.

Der aktuelle Prozess gegen den Delmenhorster Angeklagten wird mit Spannung verfolgt, da er exemplarisch für die Diskussionen rund um sexualisierte Gewalt und deren rechtlichen sowie gesellschaftlichen Umgang steht, wobei Weser-Kurier über den Fall ausführlich informierte.

Ort des Geschehens

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Statistische Auswertung

Was ist passiert?
Sexualdelikte
In welcher Region?
Bremen, Delmenhorst
Genauer Ort bekannt?
Delmenhorst, Deutschland
Gab es Verletzte?
2 verletzte Personen
Festnahmen
1
Beste Referenz
weser-kurier.de
Weitere Infos
djb.de