
Im niedersächsischen Grasberg, Landkreis Osterholz, wurde ein 61-Jähriger von der Polizei kontrolliert, nachdem er mit einem Kleinbus auf einem Acker festgefahren war. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann keinen Führerschein besaß und zudem keinen erforderlichen Personenbeförderungsschein hatte. Die Kontrolle erfolgte vermutlich nach einem Wendemanöver, woraufhin der Polizei die Weiterfahrt des 61-Jährigen untersagt wurde. In der Folge wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet, wie NDR berichtete.
Der Personenbeförderungsschein, auch P-Schein genannt, ist für gewerbliche Fahrgästefahrten erforderlich. Dabei ist das gesetzliche Mindestalter für den Erwerb 21 Jahre, während für Krankentransporte eine Ausnahme für Personen ab 19 Jahren besteht. Die Kosten für einen P-Schein können bis zu 300 Euro betragen. Ohne diesen Schein dürfen keine entgeltlichen Fahrten mit Taxen, Mietwagen oder im Linienverkehr durchgeführt werden, so ADAC.
Erforderliche Voraussetzungen für den P-Schein
Um einen Personenbeförderungsschein zu erhalten, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört unter anderem, dass der Antragsteller im Besitz einer anerkannten Fahrerlaubnis ist, die seit mindestens zwei Jahren gültig ist, sowie ein ärztliches und augenärztliches Gutachten beibringen muss. Zudem ist der Nachweis über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs für die Ausübung von Krankentransporten erforderlich. Der Antrag muss persönlich bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde gestellt werden.