
Vertreterinnen und Vertreter der Außer-Haus-Verpflegung informierten sich über ein neues Projekt zur gesunden, genussvollen und klimafreundlichen Ernährung. Die Veranstaltung fand in der Jugendherberge Oldenburg statt, die sich für gesunde und nachhaltige Kost aus regionalen Zutaten einsetzt. Das Projekt zielt darauf ab, konkrete Lösungen für die Verpflegung zu entwickeln und zeigt die hohe Nachfrage nach regionalen, klimafreundlichen und gesunden Speiseangeboten auf.
Einigkeit herrschte über die Bedeutung der Ernährungsbildung als ersten Schritt zu einer gesunden Ernährung. Prof. Dr. Melanie Speck betonte die Rolle der Gemeinschaftsverpflegung in Bezug auf Ernährungsarmut, sozialen Zusammenhalt und Nachhaltigkeit. Die Landkreise äußerten zudem Interesse an Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette zur Unterstützung von Landwirtinnen und Landwirten, wie oldenburg.de berichtet.
Entwicklung regionaler Ernährungsstrategien
Die Nachfrage nach Bio, regionalen und saisonalen Zutaten nimmt in der Gastronomie stetig zu. Eine Umfrage des BMEL Ernährungsreports 2023 zeigt, dass 66 % der Befragten die Herkunft und Regionalität von Lebensmitteln als wichtig erachten. Darüber hinaus würden 50 % der Befragten Gastronomiebetriebe häufiger besuchen, wenn mehr regionale Lebensmittel angeboten werden. Für zwei Drittel der Gäste spielt das Angebot regionaler Produkte eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des Restaurants, wie ernaehrungswandel.org dargelegt hat.
88 % der Konsumenten erwarten in Restaurants mit heimischer Küche die Verwendung regionaler Produkte. Auch bei internationaler Küche äußern 82 % den Wunsch nach mehr Regionalität. Gastronomiebetriebe können durch die Verwendung regionaler Zutaten nicht nur Marketingvorteile und Kosteneinsparungen erzielen, sondern auch umweltfreundlicher agieren, da kürzere Transportwege zu einer Verringerung der Emissionen führen.
Eine schrittweise Umstellung hin zu saisonalen Speisekarten und Aktionswochen zur Förderung regionaler Produkte kann die Vielfalt und ausgewogene Ernährung in der Gastronomie stärken. Der Einsatz von Online-Plattformen zur Vernetzung mit regionalen Bio-Lieferanten sowie die stärkere Einbindung der Mitarbeiter in die Umstellung auf regionale Produkte stellen weitere effektive Strategien dar.