Osnabrück

Randale im Zug: TSV 1860 Fans hinterlassen Chaos nach Auswärtsspiel!

Am Samstagabend kam es zu erheblichen Ausschreitungen von Fußballfans des TSV 1860 München während der Rückfahrt von einem Spiel in Osnabrück. Rund 150 bis 200 Anhänger waren im ICE unterwegs, nachdem das Spiel mit einem 1:0-Sieg für den VfL Osnabrück endete. Während der Fahrt rauchten einige Fans im Zug, was die Rauchmelder auslöste. Dies führte dazu, dass Mitreisende belästigt und beleidigt wurden. Zudem wurde das Interieur des Zugs erheblich beschädigt: Fenster, Tische und Toiletten wurden mit Fan-Parolen beschmiert und mit Stickern beklebt.

Ein erhebliches Polizeiaufgebot, bestehend aus etwa 60 Einsatzkräften der Bundespolizei und der Polizei München, erwartete die Fans an der Endstation Münchner Hauptbahnhof. Dort wurden die Fans zunächst festgehalten, um den Vorfall und den dadurch entstandenen Schaden zu klären. Die genaue Schadenshöhe muss noch ermittelt werden. Da sich jedoch keine betroffenen Mitreisenden bei der Polizei meldeten, durften die Fans ihren Heimweg fortsetzen. Die Bundespolizei hat Passagiere, die von Beleidigungen oder anderen Straftaten betroffen waren, gebeten, sich unter der Telefonnummer 089 515 550 0 zu melden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete.

Vorfall in Memmingen und Reaktionen der Fans

Parallel zu diesen Randalen kam es am selben Samstag zu einem weiteren Vorfall im Zusammenhang mit der aktiven Fanszene des TSV 1860 München. Vor dem Spiel zwischen dem FC Memmingen und 1860 München wurde eine Einlasskontrolle überlaufen, wodurch viele Fans ohne Ticket ins Stadion gelangten. Dabei wurden auch Toilettenanlagen im Stadion beschädigt, was im Widerspruch zum Kodex der aktiven Fanszene steht, der ein respektvolles Auftreten in Amateur-Sportanlagen fordert. Die Fanszene hatte bereits 2017 einen Kodex veröffentlicht, der anständiges Verhalten in der eigenen Stadt und Umgebung betont.

Nach dem Vorfall in Memmingen entschuldigten sich die aktiven Löwen-Fans beim FC Memmingen und sammelten Geld, um die entstandenen Schäden zu beheben. Bei der Rückreise der Fans im Averio-Zug aus Memmingen kam es zu einem großen Polizeieinsatz, nachdem im Voraus Sachbeschädigungen im Zug gemeldet wurden und Pyrotechnik am Bahnhof Memmingen abgebrannt wurde. Der Triebfahrzeugführer weigerte sich, ohne polizeiliche Begleitung abzufahren, was ebenfalls einen Polizeieinsatz zur Folge hatte. Einige Fahrgäste fühlten sich durch laute Gesänge und die aufgeheizte Stimmung unwohl, was zu Notrufen führte. In Buchloe konnten unbeteiligte Reisende in Begleitung der Polizei Waggons wechseln oder aussteigen. Um die Ankunft der Fans zu kontrollieren, wurde der planmäßige Halt in München-Pasing gestrichen. Die Polizei bereitete sich auf die Ankunft des Zuges gegen 21 Uhr vor, um mögliche Konflikte mit Bayern-Fans zu vermeiden. Bei der Ankunft wurden 70 Personen aus dem Fankreis von 1860 kontrolliert, wobei das Verhalten laut Polizei ruhig und kooperativ war. Der betroffene Zug wurde kurz vor Mitternacht zur Reinigung in die Abstellhallen gefahren, nachdem die Polizei die Schäden dokumentiert hatte, wie die Abendzeitung München berichtete.

Ort des Geschehens

Ort des Geschehens

Statistische Auswertung

Was ist passiert?
Randale, Sachbeschädigung
In welcher Region?
Osnabrück, München, Memmingen
Genauer Ort bekannt?
Osnabrück, Deutschland
Festnahmen
60
Ursache
Rauchen, Lautstärke, Sachbeschädigungen
Beste Referenz
sueddeutsche.de
Weitere Infos
abendzeitung-muenchen.de