
Am 2. April 2025 kündigte die US-Justizministerin Pam Bondi an, die Todesstrafe für Luigi Mangione zu beantragen. Mangione, 26 Jahre alt, wird beschuldigt, Brian Thompson, den CEO von UnitedHealthcare, im Dezember 2024 erschossen zu haben. Der Mord wird als Racheakt gegen die Gesundheitsbranche angesehen, die von vielen Amerikanern in der Kritik steht. Bondi bezeichnete die Tat Mangiones als einen „politischen Gewaltakt“.
In New York ist die Todesstrafe seit 2008 abgeschafft, jedoch kann die Bundesregierung in bestimmten Fällen die Todesstrafe beantragen. Von den 50 US-Bundesstaaten haben 27 die Todesstrafe noch in Kraft, während vier Staaten Exekutionen ausgesetzt haben. Mangione wird auf staatlicher Ebene wegen „terroristischen Mordes“ angeklagt und hat auf nicht schuldig plädiert. Darüber hinaus sieht sich Mangione auch bundesstaatlichen Anklagen gegenüber, da er mehrere Bundesstaaten bereiste und sein Verbrechen sorgfältig plante. Für eine Verurteilung zur Todesstrafe müssen 12 Geschworene einstimmig entscheiden.
Details zum Mord und zur Reaktion
Der Mord an Brian Thompson wurde durch eine Überwachungskamera aufgezeichnet. Mangione wurde fünft Tage nach dem Vorfall in einem McDonald’s in Altoona, Pennsylvania, festgenommen und war im Besitz einer 3D-gedruckten Waffe, die nicht zurückverfolgt werden konnte. Bei seiner Festnahme hatte Mangione ein Manifest bei sich, in dem er seine Frustration über das US-Gesundheitssystem äußerte. Außerdem gibt es wachsende Unterstützung für Mangione in sozialen Medien, die die Ungerechtigkeiten der privaten Gesundheitsversorgung anprangern.
Die Anwältin Mangiones kritisierte die Entscheidung der Regierung als politisch motiviert und äußerte Bedenken hinsichtlich der politischen Agenda der Trump-Administration, die bereits in der ersten Amtszeit die Zahl der bundesstaatlichen Exekutionen erhöht hatte. Es bestehen sogar Befürchtungen, dass Mangione als „Märtyrer“ wahrgenommen werden und andere zu ähnlichen Taten inspirieren könnte, wie Moustique berichtete.