Stade

Gedenken an Auschwitz: Führung zu den Stolpersteinen in Stade

Zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz veranstaltet die Hansestadt Stade am 27. Januar 2025 eine kostenlose Themenführung, die um 14 Uhr in der Alten Kaserne (Kreishaus) beginnt. Die Veranstaltung, organisiert von der STADE Marketing und Tourismus GmbH, zielt darauf ab, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Die etwa 90 Minuten dauernde Führung wird die Stolpersteine in Stade besuchen, welche als Messingtafeln in den Gehwegen verlegt sind und an die letzten Wohnorte der ermordeten oder vertriebenen Menschen erinnern.

Die Stolpersteine erzählen die Geschichten der Betroffenen, wobei jeder Stein die Namen der Personen, ihre Geburtsjahre, die Daten ihrer Verhaftung sowie Informationen zu ihrer Deportation oder zum Tod trägt. Dieses Projekt wurde vom Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen und ist mittlerweile in über 1.000 Städten in Deutschland präsent. Seit 1996 wird der Internationale Holocaust-Gedenktag, der auf den 27. Januar fällt, in Deutschland begangen und steht symbolisch für die Erinnerung an mehr als eine Million ermordete Menschen.

Der Stolperstein als Erinnerungskultur

Wie von Deutschlandfunk berichtet, verlegte Gunter Demnig letztens Stolpersteine in Berlin-Moabit. An einem Tag wurden 19 Steine gesetzt, begleitet von Musik und Biografien der jüdischen Anwohner. Teilnehmer, darunter Nachkommen von Holocaust-Überlebenden, sprachen über die tragischen Schicksale ihrer Vorfahren, wie das der Margarete Koppel, die sich das Leben nahm, oder die Familie Brenner, die deportiert wurde. Für Gunter Demnig, der 1995 mit der Installation der ersten Stolpersteine in Köln begann, steht dieses Projekt für eine lebendige Erinnerungskultur, die den Austausch zwischen den Nachkommen der Opfer und der lokalen Bevölkerung fördert.

Insgesamt gibt es in Deutschland heute über 50.000 Stolpersteine, wobei einige Städte, wie München, sich gegen die Verlegung wenden. Die Stolperstein-Initiative in der Thomasiusstraße hat bereits 81 Steine verlegt und plant insgesamt 114. Diese Initiativen zeigen das anhaltende Interesse der jüngeren Generation an der Geschichte, unterstützt durch Schulprojekte, die sich mit der Verlegung von Stolpersteinen befassen. Die Zeremonien zur Enthüllung sind von Musik, Blumen und dem Vorlesen von Biografien geprägt, um das Gedächtnis der Opfer lebendig zu halten.

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