
Der Apfel „Ontario“ wurde am 03. April 2025 im Freilichtmuseum Kiekerberg im Landkreis Harburg als Apfel des Jahres 2025 ausgezeichnet. Die Wahl traf eine Jury der Norddeutschen Apfeltage, die aus Umweltschützern und Obst-Experten besteht. Diese Apfelsorte ist für ihren hohen Vitamin C Gehalt bekannt und gilt aufgrund ihrer Säure eher als weniger geeignet für den direkten Verzehr. Stattdessen wird „Ontario“ bevorzugt zum Backen und für die Zubereitung von Kompott genutzt.
Die Sorte „Ontario“ wurde vor 150 Jahren in Kanada entdeckt und zeichnet sich durch eine lange Lagerfähigkeit aus. Als Winterapfel kann sie bis zum Sommer in einem kühlen Keller aufbewahrt werden. Erst nach längerer Lagerung entwickelt der Apfel seine süßeren Geschmacksnoten. Alte und regionale Apfelsorten wie „Ontario“ sind auch für Allergiker geeignet und einige von ihnen sind drohend vom Aussterben bedroht. Interessierte können die Sorte im Herbst bei den Norddeutschen Apfeltagen erwerben, wie NDR berichtete.
Vielfalt alter Apfelsorten
Die Bedeutung alter Apfelsorten wird auch von weiteren Quellen hervorgehoben. So gibt es zahlreiche alte, widerstandsfähige Apfelsorten, die nicht im Supermarkt erhältlich sind und besondere Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise ist der „Freiherr von Berlepsch“ seit 1880 bekannt und zeichnet sich durch einen auffallend guten Geschmack sowie einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt aus. Die Sorte „Martini“, eingeführt 1875, ist kugelrund und hat einen angenehm würzigen Geschmack, während der „Gravensteiner“ seit 1669 bevorzugt in Bio-Qualität angebaut wird und bekannt für sein ausgewogenes Aroma ist. Auch die Sorte „Krügers Dickstiel“ ist für ihre Robustheit im Anbau und ihre gute Lagerfähigkeit bekannt, wie Mein schöner Garten berichtete.