
In Buxtehude wird derzeit intensiv über die Zukunft der Hauptschule am Schulzentrum Süd diskutiert. Die anhaltende Raumnot und der Anstieg der Schülerzahlen, insbesondere bei Inklusionsschülern, stellen große Herausforderungen dar. Ein wichtiges Thema ist die Entscheidung zwischen Sanierung und Neubau der Hauptschule, wie Kreiszeitung Wochenblatt berichtet. Eine öffentliche Sitzung zum Thema findet am 27. März um 19 Uhr in der Pausenhalle der IGS statt.
Die Haupt- und Realschule entwickeln sich zunehmend zu Ganztagsschulen, was den Platzbedarf weiter steigert. Um die Lernbedingungen zu verbessern, wurde die Hauptschule in das Startchancen-Programm aufgenommen. Vor dem Hintergrund von Schimmelproblemen, die im Vorjahr zur zeitweisen Sperrung des Hauptschulgebäudes führten, besteht Unsicherheit über die Investition in ein möglicherweise nicht tragfähiges Gebäude. Besonders durch die ersten Einschätzungen, die eine komplette Sanierung als wirtschaftlich nicht sinnvoll bewerten, hat die Stadtverwaltung eine Wirtschaftlichkeitsprüfung in Auftrag gegeben. Ziel ist es, die Tragfähigkeit des Hauptschulgebäudes zu klären oder einen Neubau als bessere Option zu erwägen.
Sanierung versus Neubau in der Schulenlandschaft
Die Diskussion über Sanierung und Neubau von Schulen ist nicht nur in Buxtehude ein Thema, sondern zieht sich durch verschiedene Gemeinden. Ein Beispiel ist die Grundschule in Essenheim, Rheinland-Pfalz, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert ist. Wie im Deutschen Architektenblatt berichtet wird, plante ein Architektenteam eine kostengünstige Sanierung für die Grundschule, die 1983 erbaut wurde und aufgrund von undichten Dächern und einer schlechten Energiebilanz in die Kritik geraten war. Die geschätzten Sanierungskosten belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro, während ein Neubau auf etwa 8 Millionen Euro geschätzt wurde.
Ein weiterer Fall ist das Gymnasium in Neustadt an der Waldnaab, wo der Architekt Peter Brückner eine wirtschaftliche Sanierung eines Sichtbetonbaus von 1977 erfolgreich umsetzte. Hierbei wurden historische Fassaden erhalten, während die energetischen Standards modernisiert wurden. Solche Maßnahmen sind oft mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden, besonders wenn sie während des laufenden Schulbetriebs stattfinden, wie auch im Hölderlin-Gymnasium in Heidelberg, wo die Sanierungsmaßnahmen priorisiert werden mussten, um Kosten zu sparen. Wachsende Baupreise und gesetzliche Anforderungen erhöhen den Druck auf Schulträger und Architekten, innovative Lösungen zu finden, um Schulen effektiv zu sanieren.