Stade

Silvester-Chaos: Rettungswagen und Menschen bei Feuerwerk verletzt!

In der Silvesternacht kam es im Landkreis Stade zu zahlreichen Einsätzen von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Hauptursache für diese Einsätze waren brennende Abfallcontainer und Mülleimer, die offenbar durch Feuerwerkskörper entfacht wurden. Die Feuerwehr konnte in Fredenbeck erfolgreich verhindern, dass ein Feuer von einem Container auf ein Wohnhaus übergriff. Im Altländer Viertel in Stade wurde ein Rettungswagen durch Feuerwerkskörper beschädigt. Die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Stade verzeichneten insgesamt rund 25 Einsätze.

Der erste Brand wurde am Silvester-Nachmittag kurz vor 16 Uhr im Altländer Viertel gemeldet. In Stade-Campe brannte ein Schuppen neben einem Wohnhaus, während die Brandmeldeanlage im Freizeithaus in Buxtehude aufgrund von Rauchentwicklung auslöste. Auch hier konnte die Feuerwehr größeren Schaden verhindern. Die Polizei registrierte mehrere Körperverletzungsdelikte und Sachbeschädigungen, die durch Feuerwerkskörper verursacht wurden. Unter den 40 Einsätzen, die die Polizeibeamten im Stadtgebiet Stade und im Nordkreis absolvierten, gab es mehrere Fälle häuslicher Gewalt, bei denen ein Beschuldigter in Gewahrsam genommen wurde. Beamte aus Buxtehude, Harsefeld und Horneburg hatten 21 Einsätze im Südkreis.

Verletzungen und Angriff auf Einsatzkräfte

In der Silvesternacht mussten die Rettungsdienste insgesamt 31 Notfälle behandeln, darunter zwei, die mit unsachgemäßem Hantieren von Feuerwerk in Verbindung standen. Ein 23-jähriger Mann erlitt in Drochtersen schwere Gesichtsverletzungen, als er beim Zünden eines Feuerwerkskörpers in einem Kunststoffrohr verletzt wurde. Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Hamburg geflogen, es besteht jedoch keine Lebensgefahr mehr. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises bearbeitete bis Neujahrsmorgen 164 Vorgänge. Im Altländer Viertel wurde der Rettungswagen mit Feuerwerk beschossen, blieb jedoch einsatzbereit. Landrat Kai Seefried betonte in einer Videobotschaft die Unzulässigkeit von Gewalt gegen Einsatzkräfte.

In mehreren deutschen Städten kam es auch zu schwerwiegenden Vorfällen in der Silvesternacht. So starb beispielsweise ein 24-Jähriger in Geseke beim Zünden eines Böllers. In Sachsen gab es zwei Todesfälle durch Feuerwerksunfälle, während ein 20-Jähriger in Hamburg ebenfalls tödlich verunglückte. Im Frankfurter Raum wurden zahlreiche Verletzte durch Feuerwerk gemeldet, und in Berlin mussten mindestens acht „Bölleropfer“ mit schweren Handverletzungen behandelt werden. Angriffe auf Einsatzkräfte wurden in Köln sowie anderen Städten registriert, und in München kam es zu Ausschreitungen, bei denen Polizeibeamte angegriffen wurden. Die Berliner Polizei zog eine positive Zwischenbilanz aus den festgelegten Böllerverbotszonen.

Statistische Auswertung

Was ist passiert?
Brandstiftung, Körperverletzung, Vandalismus, Raub, Verkehrsunfall, Notfall
In welcher Region?
Stade, Fredenbeck, Buxtehude, Hamburg, Drochtersen, Geseke, Paderborn, Oschatz, Hartha, Kremmen, Frankfurt am Main, Berlin, München, Schöneberg
Genauer Ort bekannt?
Altländer Viertel, Stade, Deutschland
Gab es Verletzte?
34 verletzte Personen
Festnahmen
400
Sachschaden
200000000 € Schaden
Ursache
Feuerwerkskörper, unsachgemäßer Umgang mit Pyrotechnik
Beste Referenz
kreiszeitung-wochenblatt.de
Weitere Infos
zdf.de