Uelzen

Brandkatastrophe im Klinikum Uelzen: Gibt es Schuldige?

Am 4. Januar 2024 brach im Helios Klinikum Uelzen ein verheerender Brand aus, bei dem fünf Personen, darunter auch der mutmaßliche Täter, ums Leben kamen. Der Brand wurde von einem psychisch auffälligen Patienten gelegt, der sich zum Zeitpunkt des Feuers in seinem Zimmer befand. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat nun die Polizei mit weiteren Ermittlungen zur Brand-Katastrophe beauftragt, da der Verdacht auf Brandstiftung besteht.

Insgesamt wurden bei dem Feuer 21 Personen verletzt, einige von ihnen schwer. Der Sachschaden wird auf mehr als eine Million Euro geschätzt. Nach dem Vorfall wurde ein Aufnahmestopp für das Krankenhaus verhängt. Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, Jan Christoph Hillmer, erklärte, dass die Ermittlungen kompliziert und kleinteilig sind. Die Staatsanwaltschaft prüft weiterhin, ob die vorhandenen Brandschutzmaßnahmen im Klinikum ausreichend waren und ob strafrechtlich relevante Versäumnisse vorliegen.

Ermittlungen und Wiedereröffnung

Am 1. März 2025 konnte die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums wiedereröffnet werden, nachdem sie aufgrund des Brandes umziehen musste. In die Sicherheit des Klinikums wurde kräftig investiert, einschließlich der Installation einer neuen Brandmeldeanlage. Im Februar 2022 wurde zudem ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Lüneburg vollstreckt, bei dem Unterlagen und Daten sichergestellt wurden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung, da der mutmaßliche Täter nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann. Die Ermittler haben auch das Klinikgelände durchsucht, um Beweismittel zu sichern. Rund 300 Menschen gedachten während einer Schweigeminute der Toten und Verletzten des Brandes.

Ort des Geschehens

Ort des Geschehens

Statistische Auswertung

Was ist passiert?
Brandstiftung
In welcher Region?
Helios-Klinikum Uelzen
Genauer Ort bekannt?
Uelzen, Deutschland
Gab es Verletzte?
21 verletzte Personen
Sachschaden
1000000 € Schaden
Ursache
fahrlässige Tötung, Verhalten Dritter
Beste Referenz
az-online.de
Weitere Infos
ndr.de