Verden

Prozess gegen Ex-RAF-Terroristin: Opfer fordern Gerechtigkeit!

Am Dienstag, dem 20. März 2025, hat in Celle der Prozess gegen die mutmaßliche Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette begonnen. Im Rahmen des Verfahrens sind drei Nebenkläger aufgetreten, darunter der Fahrer eines überfallenen Geldtransporters in Stuhr. Diese Nebenkläger, die allesamt Opfer der Raubüberfälle sind, erlebten die Taten als traumatisierend. Der Rechtsanwalt Steffen Hörning betonte die tiefen Spuren, die die Überfälle bei den Betroffenen hinterlassen haben.

Der Fahrer des Geldtransporters, der am 6. Juni 2015 ein Fahrzeug mit etwa einer Million Euro transportierte, fordert Schmerzensgeld und ist bereit, als Zeuge auszusagen. Für ihn birgt die Zeugenrolle jedoch eine hohe Anspannung. Er zeigt sich besorgt über konfrontative Befragungen und mögliche Gedächtnislücken. Der Überfall wird von der Staatsanwaltschaft Verden als versuchter Mord eingestuft.

Vorwürfe gegen Klette und ihre Komplizen

Gemeinsam mit Ernst-Volker Wilhelm Staub und Burkhard Garweg wird Klette beschuldigt, nicht nur den Überfall in Stuhr durchgeführt zu haben, sondern auch zwölf weitere Überfälle in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. In total werden Klette und ihre Komplizen 13 Raubüberfälle, den versuchten Mord, unerlaubten Waffenbesitz sowie versuchten und vollendeten schweren Raub vorgeworfen. Die Tatbeute beläuft sich insgesamt auf etwa 2,7 Millionen Euro.

Klette, die die meiste Zeit als Fahrerin des Fluchtautos tätig war, befindet sich seit Ende Februar in Untersuchungshaft in einem Frauengefängnis in Vechta. Sie äußerte in einer schriftlichen Antwort an NDR eine „Hetzjagd“ gegen sich. Bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung in Berlin wurden Waffen, darunter eine Kalaschnikow und eine Panzerfaustgranate, sichergestellt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt darüber hinaus gegen Klette, Staub und Garweg wegen des Verdachts der Beteiligung an Terroranschlägen.

Die Anklage bezüglich des versuchten Mordes beim Überfall in Stuhr ist umstritten, da es keine Verletzten gab und die Verteidigung argumentiert, dass nicht gezielt auf den Fahrer eines Geldtransporters geschossen wurde. Der Prozess findet an einem besonders geschützten Ort statt und wird in eine umgebaute Reithalle in Verden verlegt. Der nächste Gerichtstermin wurde bereits für den 25. März 2025 im Landgericht Verden angesetzt.

Für Aufsehen sorgt auch, dass der Bundesgerichtshof ehemaligen RAF-Mitgliedern untersagt hat, Klette zu besuchen, da dies als Risiko für mögliche Fluchtabsprachen angesehen wird. Der Prozess zieht somit nicht nur rechtliche, sondern auch gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf sich, während die Ermittlungen weitergehen.

Ort des Geschehens

Ort des Geschehens

Statistische Auswertung

Was ist passiert?
Raub, Mord/Totschlag
In welcher Region?
Stuhr, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein
Genauer Ort bekannt?
Stuhr, Deutschland
Festnahmen
3
Sachschaden
2700000 € Schaden
Beste Referenz
ndr.de
Weitere Infos
lto.de