
Bei der Bundestagswahl am 25. Februar 2025 konnten in Niedersachsen, vor allem in Salzgitter und Göttingen, zahlreiche Wähler nicht ihre Stimme abgeben, da Stimmzettel fehlten. Insgesamt 34 von über 68.000 Wahlberechtigten waren betroffen, wie NDR berichtete. In Salzgitter traten in 23 Wahllokalen Engpässe auf; in sechs dieser Lokale konnte nicht rechtzeitig Nachschub an Stimmzetteln organisiert werden.
Die Stadt Salzgitter gab an, dass die Zahl der bestellten Stimmzettel mit 61.500 im Verhältnis zur Anzahl der Wahlberechtigten von 68.176 zu niedrig war. Insgesamt gaben 52.173 Personen in Salzgitter ihre Stimme ab. Die Landeswahlleitung vermutet, dass die hohe Wahlbeteiligung sowie Unklarheiten über die Art der Wahl – ob Briefwahl oder Urnenwahl – zu den Engpässen geführt haben. In Göttingen hingegen konnten trotz ähnlicher Probleme alle Wähler wählen, da dort rechtzeitig Nachschub organisiert wurde.
Logistische Herausforderungen und Vorkommnisse im Ausland
Während in Niedersachsen Probleme auftraten, wurde auch über Schwierigkeiten im Ausland bei der Stimmabgabe berichtet. So hatten im Ausland lebende Deutsche Schwierigkeiten mit der rechtzeitigen Zustellung von Briefwahlunterlagen. Medien berichteten über verspätete oder nicht erhaltene Unterlagen und lange Rücksendungszeiten für die Bundestagswahl am 23. Februar. Der Deutsche Botschafter in London meldete, dass am 22. Februar keine Wahlunterlagen eingegangen seien und forderte eine Reform des Briefwahlverfahrens, wie Correctiv berichtete.
In Reaktion auf die Probleme plant die Bundesweite Sozialistische Wählergemeinschaft, die Bundestagswahl anzufechten, da nur 13.400 Stimmen für den Einzug in den Bundestag fehlten. Verantwortliche Experten, darunter die Bundeswahlleiterin, wiesen auf die verkürzten Fristen hin, die zu Schwierigkeiten bei der Briefwahl führten. Bis zum 21. Februar waren in Deutschland 59,2 Millionen wahlberechtigte Deutsche registriert, davon 213.255 im Ausland.