
In Wolfenbüttel müssen Gastronomen und Einzelhändler mit wirtschaftlichen Herausforderungen kämpfen, die sich aus steigenden Kosten und veränderten Konsumgewohnheiten ergeben. Dies wird besonders deutlich durch die Schließung des Restaurants „Zum Glück“. Am 13. Februar 2025 verabschiedeten sich die Betreiber in einem emotionalen Facebook-Post von ihren Gästen. Das Restaurant war fünf Jahre lang gut besucht, leider machte eine profitable Fortführung unter den aktuellen Bedingungen jedoch keinen Sinn mehr. Die Betreiber betonen, dass die Entscheidung zur Schließung schwerfiel, konkretisierten jedoch die Gründe nicht. Es wird angedeutet, dass eine ausreichende Rentabilität nicht mehr gegeben war, was durch die Reaktionen der Stammgäste, die ihre Enttäuschung in den Kommentaren ausdrücken, unterstrichen wird. Diese hoben die rollstuhlgerechte Zugänglichkeit und das Ambiente des Lokals hervor.
Während die Schließung des Restaurants „Zum Glück“ die lokalen Herausforderungen skizziert, zeigen aktuelle Studien eine gegensätzliche Entwicklung in der Gastronomie in deutschen Großstädten. Laut einer Analyse des Ifo-Instituts und der Technischen Universität München haben sich die Umsätze in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Dresden erholt und liegen inflationsbereinigt über den Werten aus der Zeit vor der Corona-Pandemie. Der Ifo-Experte Simon Krause betont, dass die Gastronomie trotz des Ukraine-Kriegs und der Inflation einen Aufschwung erlebt hat. Gaststätten in diesen urbanen Zentren sind wieder gut besucht. Nach Angaben von Mitautorin Carla Krolage konnten die Betriebe die gestiegenen Kosten für Personal, Lebensmittel und Energie erfolgreich an die Gäste weitergeben, ohne dass diese fernblieben. Allerdings ist die Umsatzentwicklung in ländlichen Gebieten weniger positiv; es zeigt sich ein verändertes Konsumverhalten, bei dem Menschen vermehrt Restaurants und Cafés in wohnortnahen Gebieten und am Wochenende aufsuchen. Der Trend zum Homeoffice scheint außerdem zu einem Umsatzverschiebungen aus der Innenstadt in Vororte und wohnortnahe Lagen zu führen.