Iranisches Filmfestival Nowruz startet heute in Sderot – Kultur verbindet!
Ein iranisches Filmfestival in Sderot, angeführt von Dana Sameach, fördert kulturellen Dialog zwischen Israel und Iran.

Iranisches Filmfestival Nowruz startet heute in Sderot – Kultur verbindet!
In einer Zeit, in der die politischen Spannungen zwischen Israel und Iran hochkochen, öffnet das iranische Filmfestival „Nowruz“ heute in Sderot seine Pforten. Die zweitägige Veranstaltung, die vom 24. bis 25. November läuft, soll einen Dialog zwischen Menschen der beiden Nationen fördern, wobei der Fokus auf der persischen Kultur und dem iranischen Kino liegt. Die Initiatorin, Dana Sameach, eine Israelin mit persischen Wurzeln, hat es sich zur Aufgabe gemacht, kulturelle Brücken zu schlagen und eine Verbindung zwischen den Kulturen zu schaffen, die einst durch Kriege und Konflikte belastet waren. Laut Nord24 hofft sie, dass das Festival einen bedeutungsvollen Dialog anstoßen kann.
Live übertragen wird das Event über die sozialen Medien, um auch Zuschauer im Iran zu erreichen, die aufgrund der staatlichenInternetrestriktionen möglicherweise keinen Zugang haben. Der Sderoter Bürgermeister Alon Davidi unterstützt die Veranstaltung und betont, wie wichtig es ist, solche kulturellen Verbindungen zu fördern. Er selbst hat persische Wurzeln und bringt somit eine persönliche Note in die Initiative mit ein. In einem Interview mit Times of Israel wurde erwähnt, dass Sderot nach den jüngsten Angriffen von Hamas auch eine Stadt im Wiederaufbau ist.
Filmauswahl und musikalische Darbietungen
Auf dem Programm stehen insgesamt fünf Filme, darunter Werke von renommierten Regisseuren wie Asghar Farhadi. Zu den gezeigten Filmen zählen:
- „Forushande“ (The Salesman)
- „A Hero“
- „Die Saat des heiligen Feigenbaums“
- „Lolita lesen in Teheran“
- „Persepolis“
Das Eröffnungsfilm ist „Lolita lesen in Teheran“, auf das eine musikalische Darbietung folgt. Am zweiten Tag des Festivals sind darüber hinaus Vorträge, weitere Filmvorführungen und Musikaufführungen geplant, abschließend wird „The Salesman“ gezeigt. Die Musik wird ein weiterer wichtiger Bestandteil des Festivals sein und soll die Kultur zusätzlich lebendig werden lassen.
Kritik und Herausforderungen
Während das Festival im westlichen Teil der Welt gefeiert wird, gibt es im Iran erhebliche Kritik. Die Nachrichtenagentur Fars bezeichnete die Veranstaltung als „heuchlerisch“ und kritisierte sie als einen “politisch-strategischen Trick”. Ein anonymer iranischer Filmproduzent äußerte sich skeptisch zu den Filmen und nannte sie veraltete Werke, die im Iran unterdrückt werden. Trotz dieser Widerstände bleibt Dana Sameach optimistisch, dass das Festival ein Licht auf iranische Kultur werfen kann und den Israelis zeigt, dass auch im Iran Menschen sind, die iranisches Kino schätzen und verstehen.
Das „Nowruz“-Festival könnte nicht nur als kulturelle Plattform dienen, sondern auch als Gelegenheit, bestehende Vorurteile abzubauen und den Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen zu fördern. Das Festival, das nach dem persischen Neujahr benannt ist, könnte für Sderot, eine Stadt an einer geopolitisch spannenden Grenze, einen Neuanfang symbolisieren und Lichtblicke in eine dunkle Zeit bringen. Ein zusätzliches Projekt, das bereits auf den Erfolg des „Nowruz“-Festivals aufbaut, ist das nächste Filmfestival, das vom 10. bis 14. Juni 2026 stattfinden wird, unter dem Namen „Visions of Iran“, welches sich ebenfalls mit aktuellen Themen des iranischen Kinos beschäftigt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Festivals Iranian Film Festival.