In Osterholz-Scharmbeck tut sich etwas! Die Stadt hat sich dem Netzwerk „Engagierte Stadt“ angeschlossen, das bundesweit über 100 Kommunen vereint. Ziel ist es, die Kooperation zwischen Menschen, Vereinen und Organisationen, die sich für gemeinnützige Arbeit einsetzen, zu fördern. Dies wurde kürzlich bei einem gut besuchten Netzwerktreffen im Campus-Medienhaus deutlich, das die Frage aufwarf: „Was brauchen wir für eine starke Stadtgemeinschaft?“

Torsten Haß, Erster Stadtrat und Bürgermeisterkandidat der SPD für die Kommunalwahl 2026, betonte die Schlüsselrolle des Ehrenamts in der Stadt und kündigte an, eine Koordinierungsstelle einzurichten. „Das Ehrenamt leistet einen unverzichtbaren Beitrag zu unserem Gemeinwesen“, so Haß. Besonders erfreulich war die Teilnahme von 28 Vereinen und Organisationen an einer Bedarfsanalyse, die wichtige Einblicke in die Bedürfnisse der Ehrenamtlichen geben soll.

Mehr Sichtbarkeit und Nachwuchs für das Ehrenamt

Die Ehrenamtlichen in Osterholz-Scharmbeck wünschen sich mehr Sichtbarkeit und eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit, besonders über soziale Medien. „Wir müssen die Menschen erreichen und zeigen, was wir leisten“, äußerte ein Teilnehmer des Treffens. Ein Beispiel dafür ist Leon Nüske, ein 21-jähriger Sportvereinsmitglied, der großes Interesse an freiwilligen Aufgaben zeigt. Um die nächsten Generationen für das Ehrenamt zu gewinnen, sind neue Ansätze gefragt. Dabei wiegt auch die Unterstützung von Partnern wie dem Mehrgenerationenhaus, den Stadtwerken und dem Roten Kreuz schwer.

Ulrike Baumheier, Campus-Managerin, machte deutlich, wie wichtig es ist, Strukturen zur Unterstützung des Ehrenamts zu etablieren. Die Themen, die bei den Ehrenamtlichen hoch im Kurs stehen, sind vielfältig: von Umwelt- und Naturschutz über Fürsorge für Senioren bis hin zu Demokratieförderung und Nachbarschaftshilfe. Das nächste Netzwerktreffen ist für den 9. Mai des kommenden Jahres geplant und soll die Arbeiten weiter vorantreiben.

Engagement in der digitalen Welt

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der digitalen Welt ist auch die Nutzung von sozialen Medien ein heißes Thema. Über Plattformen wie Instagram und YouTube können Organisationen ihre Reichweite erheblich erhöhen und jüngere Menschen ansprechen. Immerhin nutzen 94% der Lehrer YouTube zur Unterstützung ihrer Unterrichtspläne, was zeigt, wie wichtig bildungsorientierte und engagierte Inhalte sind. YouTube hat kürzlich eine neue Musikbildungsreihe angekündigt, die Lehrer weltweit mit hochwertigen Ressourcen unterstützen soll. Solche Initiativen könnten auch für Ehrenamtliche von Interesse sein, die sich digital weitervernetzen möchten.

Instagram bietet unkomplizierte Möglichkeiten, sich als Organisation zu präsentieren und mit der Gemeinschaft in Kontakt zu treten. Die Plattform kann mit einem einfachen Schritt, wie dem Erstellen eines Benutzerkontos, betreten werden: Ein paar klicks und schon ist man online! Über die Möglichkeit, Beiträge anderer zu liken und zu kommentieren, kann die Sichtbarkeit und Interaktion gesteigert werden. Eine detaillierte Anleitung zur Kontoerstellung findet sich unter Tecnoblog.

Die Idee hinter „Engagierte Stadt“ ist die Förderung einer starken Identifikation mit Staat und Gesellschaft sowie die Entwicklung von Resilienz gegenüber gesellschaftlichen Herausforderungen. Im Großen und Ganzen zeigt sich, dass das Ehrenamt in Osterholz-Scharmbeck ein lebendiges und dynamisches Feld ist, das immer mehr Menschen anspricht. Die Stadt hat hier viel Potenzial, das es zu nutzen gilt!