Revolution in der Chirurgie: Hamburger Ärzte steuern Operationen weltweit!
Fachkongress in Hamburg: Roboter-assistierte Urologie, Live-Operationen weltweit, ethische Diskussionen am 13. und 14. November 2025.

Revolution in der Chirurgie: Hamburger Ärzte steuern Operationen weltweit!
Inmitten der rasanten Entwicklungen in der Medizintechnologie wird der bevorstehende Fachkongress für roboter-assistierte Urologie in Hamburg mit großer Spannung erwartet. Am 13. und 14. November 2025 wird die Handelskammer Hamburg zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Events, bei dem Experten aus Medizin, Forschung und Industrie zu einem intensiven Austausch zusammenkommen. Organisiert wird die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für Roboter-assistierte Urologie e.V. (DRUS), unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Christian Wülfing, Chefarzt der Urologie an der Asklepios Klinik Altona. Braunschweiger Zeitung berichtet, dass das Thema des Kongresses die hochmoderne Tele-Robotik sein wird.
Das Highlight des Kongresses sind die Live-Operationen, die in gleich drei Ländern – China, Belgien und Spanien – durchgeführt werden. Chirurgen in Hamburg werden diese Eingriffe über Tele-Robotik-Systeme steuern, ausgestattet mit Highspeed-Datenverbindungen und fortschrittlichen Robotik-OP-Systemen. Ein Novum ist dabei der Einsatz chinesischer OP-Systeme, die in ihrer Funktionsweise mit den bekannten Da Vinci Robotern vergleichbar sind. Während in Peking, Madrid und Aalst operiert wird, wird die Datenübertragung über 5G-Mobilfunknetze auch die Live-Übertragung der Operationen in den Kongresssaal ermöglichen. Dies wirft spannende Fragen zu den ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Tele-Robotik auf, die ebenfalls auf der Agenda stehen.
Ethische Überlegungen im Fokus
Die Diskussion um die Tele-Robotik birgt nicht nur technische Herausforderungen, sondern auch eine Vielzahl an ethischen Fragestellungen. Von der Verantwortung im Falle von Komplikationen bis hin zur Qualität der Ausbildung für chirurgen werden die relevantesten Themen aufgegriffen. Nature weist auf neueste Erkenntnisse aus einer Expertenkonferenz hin, die sowohl die klinischen Erfahrungen als auch den aktuellen Stand der Fernchirurgie beleuchtet. So wird zum Beispiel auch die Bedeutung des Telementoring hervorgehoben, welches in der Urologie zunehmend ins Spiel kommt.
Die Vor- und Nachteile von roboter-assistierter Chirurgie (RAS) werden eine zentrale Rolle spielen. RAS verspricht nicht nur eine höhere Präzision und weniger Invasivität für die Patienten, sondern kann auch die Ermüdung der Chirurgen verringern. Doch wie immer gilt: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Fragen zur Patientensicherheit und zur Verantwortung der Chirurgen setzen sich in den Vordergrund und machen deutlich, dass eine offene Kommunikation zwischen medizinischem Personal und Patienten unerlässlich ist. Laut Scisimple müssen diese ethischen Überlegungen in den Entwicklungsprozess integriert werden, um sicherzustellen, dass die Einführung neuer Technologien auch zum Wohle der Patienten erfolgt.
Der DRUS-Kongress 2025 ist damit nicht nur eine Plattform zur Präsentation neuer robotischer Systeme und KI-basierter Assistenztechnologien, sondern auch ein Forum, das die wichtigen ethischen Fragen der modernen Medizin behandelt. In Hamburg versammeln sich somit nicht nur Fachleute, sondern auch Vordenker, die gemeinsam an Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft arbeiten wollen.