Solidarität mit Kurden: Demo am Samstag in Hamburg-Altona!

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Demonstration am 17. Januar in Hamburg-Altona fordert Solidarität mit der Bevölkerung in Iran und Rojava.

Demonstration am 17. Januar in Hamburg-Altona fordert Solidarität mit der Bevölkerung in Iran und Rojava.
Demonstration am 17. Januar in Hamburg-Altona fordert Solidarität mit der Bevölkerung in Iran und Rojava.

Solidarität mit Kurden: Demo am Samstag in Hamburg-Altona!

In den letzten Tagen hat die Lage in Aleppo, einem der am stärksten betroffenen Gebiete des syrischen Bürgerkriegs, erneut dramatische Ausmaße angenommen. Während eines Zeitraums vom 6. bis 11. Januar 2026 bombardierten Truppen und Milizen der syrischen Übergangsregierung, unterstützt von der Türkei und dschihadistischen Gruppen, gezielt kurdische Stadtviertel in Aleppo, insbesondere die Stadtteile Şêxmeqsûd und Eşrefiyê. Diese Gegenden, die überwiegend von Kurden bewohnt sind, waren nicht an der Frontlinie gelegen, sondern von einem massiven Angriff auf dicht besiedelte Wohngebiete betroffen. Wie die Linkspartei Hamburg berichtet, sind insbesondere Familien, Kinder und ältere Menschen zu Opfern dieser Gewalt geworden.

Die syrische Armee hat angekündigt, eine „begrenzte Militäroperation“ durchzuführen, um die Sicherheit zu gewährleisten und das öffentliche Leben wiederherzustellen. Allerdings ist die medizinische Versorgung in Aleppo stark eingeschränkt, und viele Kliniken, darunter auch eine von der Hilfsorganisation Help unterstützte Einrichtung, mussten schließen. Über 50 Prozent der medizinischen Infrastruktur in Syrien ist mittlerweile zerstört. Laut Berichten der Tagesschau sind durch die jüngsten Kämpfe und Bombardierungen auch Schulen, Hochschulen und Behörden sowie der Flughafen geschlossen.

Verteidigung und Rückzug

Währenddessen sehen sich die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) gezwungen, sich aus Aleppo zurückzuziehen. Stattdessen verteidigen leicht bewaffnete Sicherheitskräfte der lokalen Selbstverwaltung die Stadtviertel. Die Angriffe zielen nicht nur auf die Vertreibung der Zivilbevölkerung ab, sondern auch auf einen demografischen Umbau, der mit Angst und wirtschaftlicher Aushungerung einhergeht. Auch der Zugang zu Wasser, Strom und medizinischer Versorgung wird gezielt unterbunden. Solche Maßnahmen sind auf internationaler Ebene als Kriegsverbrechen und politisch motivierte Gewalt klassifiziert worden.

Die Situation wird zusätzlich durch die angekündigten Massenproteste im Iran befeuert, wo die Menschen gegen die wirtschaftliche Not und Unterdrückung auf die Straße gehen. Angesichts der Repressionen und möglicherweise drohenden Todesurteilen, wie die Bundeszentrale für politische Bildung berichtet, stehen auch kurdische Aktivisten vor großen Herausforderungen. In einem weiteren Vorstoß wurden bereits Forderungen an die internationale Gemeinschaft gerichtet, die den Empfang des al-Jolani, Chef der syrischen Übergangsregierung, in Berlin ablehnt, um das Bewusstsein für die Nöte der Zivilbevölkerung zu schärfen.

Demonstration zur Solidarität

Um auf die Situation in Iran und Rojava aufmerksam zu machen, gab es am Samstag, den 17. Januar, eine Demonstration in Hamburg-Altona, organisiert von verschiedenen kurdischen und feministischen Gruppen. Ihre leitenden Forderungen umfassen ein Ende der Folter und Hinrichtungen, Unterstützung für demokratische und feministische Kräfte sowie einen Stopp der Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Die aktuelle Lage in Syrien und die ständigen militärischen Angriffe stellen nicht nur eine Gefahr für die kurdische Selbstverwaltung dar, sondern auch für die Stabilität in der gesamten Region.

Die geopolitische Lage verändert sich, und während die Kurden in Syrien immer wieder hinein gezogen werden in die Auseinandersetzungen, bleibt zu hoffen, dass der internationale Fokus auf ihre Rechte gewahrt bleibt. Die Entwicklungen in der Region sind auch weiterhin von großer Bedeutung und erfordern ein starkes solidarisches Zeichen von der Außenwelt.