Stadt verzweifelt: Hamburgs S-Bahntunnel-Projekt steckt fest!
Die Planung des S-Bahntunnels zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Altona stößt auf erhebliche Verzögerungen.

Stadt verzweifelt: Hamburgs S-Bahntunnel-Projekt steckt fest!
Die Pläne für den neuen S-Bahntunnel zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und dem Bahnhof Altona stecken in einer tiefen Krise. Wie Radio Hamburg berichtet, gibt es weder Fortschritte in der Planung noch eine klare Finanzierung. Der Tunnel, offiziell als Verbindungsbahnentlastungstunnel (VET) betitelt, soll eine wichtige Entlastung für die bestehenden S-Bahngleise bringen und die Verkehrsbedingungen in der Hansestadt nachhaltig verbessern.
Auf Anfrage der CDU stellte der Senat klar, dass derzeit keine Fortschritte beim VET zu erkennen sind. Das Bundesverkehrsministerium trägt eine große Verantwortung, da bislang keine Machbarkeitsstudie für das Projekt beauftragt wurde. Finanzsenator Andreas Dressel kündigte an, dass der Bund zur Kasse gebeten werden muss, doch konkrete Kostenschätzungen blieben im Dunkeln. Die unklare Finanzierung und das Fehlen entscheidender Studien werfen einen Schatten auf die Zukunft dieses wichtigen Verkehrsprojekts.
Politische Reaktionen und weitere Verzögerungen
Die Situation wurde auch von CDU-Fraktionschef Dennis Thering mit scharfer Kritik versehen. Er bemängelt nicht nur die fehlende Vorzugsvariante für den Tunnel, sondern auch die unzureichende Kommunikation seitens des Senats. In einem weiteren Schritt zeigt sich, dass auch die Baumaßnahmen der parallel geplanten U-Bahnlinie U5 auf die lange Bank geschoben werden. Diese sollte ursprünglich zusammen mit dem S-Bahntunnel realisiert werden, ist aber nun in einem separaten Zeitplan vorangetrieben worden.
Der Anschluss des Tunnels an den neuen Bahnhof Altona am Diebsteich ist ebenfalls von Verzögerungen betroffen. So wird mit einer Inbetriebnahme des neuen Fern- und Regionalbahnhofs in Hamburg-Altona erst Ende 2029 gerechnet, was zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegt. Die Bauarbeiten für den Durchgangsbahnhof am Diebsteich haben bereits im Juli 2021 begonnen, doch die Aussicht auf eine baldige Fertigstellung scheint in weite Ferne gerückt.
Hamburgs Infrastruktur im Fokus
Die Herausforderungen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur sind nicht neu. Zeit Online hebt hervor, dass eine Entlastung der Verbindungsbahn für den Ausbau des Deutschlandtakts unerlässlich ist. Prognosen zeigen, dass täglich bis zu 750.000 Menschen im Hamburger Hauptbahnhof unterwegs sein könnten. Aktuell zählt er zu den am stärksten frequentierten Eisenbahnknoten in Europa.
Die Stadt, der Bund und die Deutsche Bahn arbeiten gemeinsam an Maßnahmen, um Hamburg fit für die Zukunft zu machen. Dazu gehören der viergleisige Umbau der Verbindungsbahn sowie zusätzliche Bahnsteige im Hauptbahnhof, die eine bessere Lenkung der Reisenden ermöglichen sollen. Diese Projekte sollen nicht nur den Verkehr verbessern, sondern auch die Reisenden mit pünktlicheren Zügen und steigenden Reisekomfort verwöhnen, wie Mehr Bahn für Hamburg skizziert.
Ob und wann die planmäßigen Zugverbindungen durch den neuen S-Bahntunnel Realität werden, bleibt abzuwarten. Der Hamburger Verkehrsraum benötigt dringend eine Entlastung und Modernisierung, damit die ehrgeizigen Ziele erreicht werden können. Doch die aktuellen Entwicklungen werfen Fragen auf, mit denen sich Politik und Bürger auseinander setzen müssen.