Am 08.11.2025 war in Hamburg einiges los, denn gleich zwei Demonstrationen zogen durch die Innenstadt und sorgten für reges Treiben. Während die Stadt früher am Tag von Zehntausenden Fußballfans des Hamburger SV und Borussia Dortmund belebt wurde, ging es am Nachmittag politisch zur Sache.

Die eine Kundgebung war eine Pro-Palästina-Demonstration, bei der die Veranstalter mit 20.000 Teilnehmern rechneten. Am Ende fanden sich jedoch nur rund 1.500 Menschen an den Landungsbrücken ein und marschierten über den Rödingsmarkt und die Mönckebergstraße bis zum Steindamm. Mit Sprechchören wie „Stoppt den Krieg!“ und „Stoppt den Gaza-Genozid!“ äußerten die Teilnehmenden ihren Unmut. Die Polizei war vor Ort, um die Kundgebung zu begleiten und stellte die Personalien von einigen Männern im Umfeld dieser Demonstration fest, da sie Unterschriften sammelten und so den Verdacht auf Unterstützung der verbotenen Vereinigung „Muslim Interaktiv“ erweckten.

Gegenprotest und AfD-Demo

Währenddessen versammelten sich am Alten Elbtunnel etwa 15 Menschen mit Israel-Flaggen zu einer kleinen Gegenveranstaltung, die wenig Schlagkraft zeigte. Auf der anderen Seite der Stadt fand eine weitere Demonstration statt, die sich gegen die AfD richtete. Rund 3.000 Menschen waren am Stephansplatz erschienen, um für ein Verbot dieser Partei zu demonstrieren. Organisiert wurde diese Veranstaltung vom Hamburger Satiriker Nico Semsrott. Die Forderung war klar: Das Bundesverfassungsgericht soll alle vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften Parteien auf den Prüfstand stellen.

Bevor die Menschenmengen auf die Straße gingen, wurde vor vollen Straßen gewarnt, nicht nur wegen der Demos, sondern auch wegen des anstehenden Bundesliga-Heimspiels des Hamburger SV, das zehntausende Fans ins Volksparkstadion zog. Die A7 blieb zwischen Stellingen und Heimfeld bis Montagmorgen gesperrt, was auch den Elbtunnel betraf. Staus und Baustellen zogen sich über verschiedene Autobahnabschnitte in Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Wie man sieht, lag am heutigen Tag viel an, und die Hamburger:innen haben ihr Recht auf freie Meinungsäußerung kräftig genutzt. Trotz der erwarteten hohen Teilnehmerzahlen bei der Pro-Palästina-Demonstration blieben die Massen aus, was sicherlich für einige Diskussionen sorgen wird.

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Alle Informationen zu den Demos in Hamburg können Sie zudem auf NDR hier nachlesen.