Das vegane Katzencafé „Katers Köök“ in Eimsbüttel, ein beliebter Rückzugsort für Tierfreunde und Feinschmecker, wird am 22. Juni 2026 seine Türen schließen. Die Betreiber Rilana Rentsch, Sören Horn und Sandra Karolat haben bekanntgegeben, dass sie die Entscheidung aufgrund von Erschöpfung, Stress, wirtschaftlichen Sorgen und Personalmangel treffen mussten. Besonders traurig ist, dass Karolat im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen aus der Geschäftsleitung ausschied, was die Situation zusätzlich belastete.
Das Café, das seit 2022 besteht, war ein Herzensprojekt der Betreiber. Zuvor hatte Rentsch am gleichen Standort ein Café des Franchises „Katzentempel“ betrieben. Sören Horn trat 2019 in die Geschäftsleitung des „Katzentempels“ ein, und gemeinsam mit Rentsch und Karolat schufen sie ein einzigartiges Ambiente, in dem Gäste nicht nur vegane Speisen wie Burger und Sandwiches genießen konnten, sondern auch die Gesellschaft von sechs liebenswerten Katzen: Mellow, Rebell, Avicii, Avery, Marischka und Ariella. Für diese Katzen wird nun ein neues Zuhause gesucht, da die Betreiber keinen Nachfolger für das Café finden möchten und die Erinnerungen an „Katers Köök“ so belassen wollen, wie sie waren.
Die Geschichte des Katzentempels
Das Café Katzentempel in Eimsbüttel wurde 2017 eröffnet und erfreute sich großer Beliebtheit, bis es 2022 von einer ehemaligen Franchisenehmerin und Mitarbeiterin als eigenständiges Café (Katers Köök) neu eröffnet wurde. Am Überseeboulevard in Hamburg eröffnete ein weiteres Katzentempel-Café im Januar 2023, das ebenfalls mit einer Auswahl an veganen Frühstücks- und Brunchgerichten aufwartete. Doch auch dieses Café musste überraschend Anfang Januar 2023 schließen – die Gründe dafür blieben unklar, und Anfragen seitens des Teams blieben unbeantwortet.
In Eimsbüttel ist der Verlust von „Katers Köök“ ein weiterer Rückschlag für die lokale Gastronomie-Szene, die in den letzten Jahren bereits verschiedene Herausforderungen durchleben musste. Die Betreiber des Katzentempels sind aktuell damit beschäftigt, die Katzen aus ihren Cafés zu vermitteln, da auch die Dependance in Hannover kürzlich geschlossen wurde.
Ein Abschied mit Erinnerungen
Für viele Gäste war „Katers Köök“ mehr als nur ein Café – es war ein Ort der Begegnung und des Wohlfühlens, an dem man nicht nur gut essen, sondern auch Zeit mit Katzen verbringen konnte. Die Betreiber haben angekündigt, das Café in bester Erinnerung zu behalten und wünschen sich, dass auch die Gäste die schönen Momente in ihren Herzen tragen. Der Abschied von einem solch besonderen Ort wird emotional sein, und die Suche nach einem neuen Zuhause für die Katzen wird ein weiterer Schritt in diesem Prozess sein.
Das Schicksal von „Katers Köök“ und den anderen Katzentempel-Cafés wirft Fragen zur Zukunft der tiergestützten Gastronomie auf, die in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen hat. Die Betreiber hoffen, dass die Erinnerungen an diese einzigartigen Cafés weiterhin in den Herzen der Menschen lebendig bleiben.