Die Hamburger Köhlbrandbrücke wird am Wochenende vom 14. bis 17. November 2025 einmal mehr zur Baustelle. Grund dafür sind notwendig gewordene Sanierungsarbeiten auf und unter der Hochstraße Elbmarsch im Straßenverlauf der Brücke. Inzwischen ist klar, dass diese lärmintensiven und zeitaufwendigen Maßnahmen außerdem Teil des Ausbaus der A7 von sechs auf acht Fahrstreifen sind. Diese Informationen bringt der Norddeutsche Rundfunk in Erfahrung: Die Arbeiten beginnen am Freitag, den 14. November, um 22 Uhr und enden am Montag, den 17. November, um 5 Uhr. Umleitungen sind ausgeschildert, die A7 bleibt während dieser Zeit jedoch unberührt.
Besonders am Freitagnachmittag muss man im Verkehr mit Einschränkungen rechnen. Die Zufahrt über die Finkenwerder Straße zur Köhlbrandbrücke ist zwischen 10 und 13 Uhr nur auf einem Fahrstreifen möglich. Neben den bevorstehenden Wochenendsperrungen sind im kommenden Jahr zudem sechs weitere Sperrungen der Brücke für Wartungsarbeiten geplant. Die Daten sind auf der Internetseite der Hamburg Port Authority (HPA) einsehbar.
Neubau: Ein Thema, das drängt
Die Köhlbrandbrücke hat bereits einige Jahre auf dem Buckel: Sie wurde 1970 in Angriff genommen und 1974 fertiggestellt. Leider lässt der Zustand des Bauwerks eine Sanierung nicht mehr zu. Dies hat der Hamburger Senat im April 2024 offiziell beschlossen. Die neue Köhlbrandbrücke wird laut den Planungen eine Durchfahrtshöhe von über 70 Metern haben, was etwa 20 Meter mehr ist als bei der bestehenden Brücke. Umsetzbar soll dieses Großprojekt bis 2042 sein, der Abriss der alten Brücke ist bis 2046 vorgesehen. Die geschätzten Kosten für diesen Neubau betragen zwischen 4,4 und 5,3 Milliarden Euro, ein schwer wiegendes Argument in der Diskussion um die Strukturprojekte in Hamburg, wie bei T-Online zu lesen ist.
Die Hamburg Port Authority (HPA) hat bereits die Planungen für den Neubau ausgeschrieben. Bis Ende 2025 soll das Design der neuen Brücke festgelegt werden. Dabei können bis zu acht Planungsbüros an diesem Mammutprojekt beteiligt sein. Ein Fachgremium wird dann den besten Entwurf auswählen und die endgültige Gestalt der Brücke im vierten Quartal 2025 festlegen.
Bauprojekte in der Umgebung
Die Sanierungen und Neubauten der Brücken in Hamburg sind nicht nur bei den Verkehrsplanern, sondern auch bei den Bürger:innen ein heiß diskutiertes Thema. Während auf der A1, die Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes ist, täglich über 130.000 Fahrzeuge verkehren, sind oft Staus und Engpässe zu beobachten. Der Zustand der Norderelbbrücke, die 1963 in Betrieb genommen wurde, ist mit der Note 3,5 als ungenügend eingestuft. Auch hier stehen erhebliche Sanierungen an, die voraussichtlich bis 2033/34 abgeschlossen sein sollten. Die Planung für diesen Bereich läuft parallel zu den Arbeiten an der Köhlbrandbrücke.
Ein besonderes Augenmerk gilt auch den aufwendigen Umleitungen, die während der Bauzeiten angepasst werden müssen. Die Verkehrsführung soll durch ein dynamisches Leitsystem und eine App-Anbindung optimiert werden, um den Fahrzeugverkehr bestmöglich zu lenken.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Hamburg vor großen Herausforderungen steht, die mit der Sanierung und dem Neubau seiner Brücken verbunden sind. Vor allem auch der Industrieverband fordert eine zügige Umsetzung, um den hohen Anforderungen an die Infrastruktur gerecht zu werden. Die nötigen Arbeiten sind unumgänglich, um den Hamburger Hafen auch für die Zukunft optimal anzubinden.