AfD zieht an: Leif-Erik Holm soll Ministerpräsident in MV werden!
Leif-Erik Holm wird als Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern nominiert.

AfD zieht an: Leif-Erik Holm soll Ministerpräsident in MV werden!
Was ist da los in Mecklenburg-Vorpommern? Auf einem Landesparteitag in Demmin hat die AfD ihren Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026 nominiert. Mit einer eindrucksvollen Zustimmung von 250 Delegierten und wenigen Enthaltungen wurde Holm zum Ministerpräsidentenkandidaten ernannt. Er selbst hat bereits verkündet: Das Ziel ist die Alleinregierung in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Umfragewerte sprechen eine deutliche Sprache. Aktuell steht die AfD bei 38 Prozent, was einer Verdopplung im Vergleich zur Landtagswahl 2021 entspricht. Auf der anderen Seite hat die regierende SPD, angeführt von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, mit 19 Prozent die Hälfte ihrer Wählergunst eingebüßt, die sie bei der letzten Wahl hatte. Dies wirft die Frage auf: Wie wird sich diese Entwicklung auf die politische Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern auswirken?
Politische Herausforderung und Ambitionen
Holm sieht auch eine Verbindung zu den bevorstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, wo die AfD bei 40 Prozent liegt. „Der Rückenwind wird uns helfen“, so der neue Spitzenkandidat. Er hat sich vorgenommen, die Wähler:innen im Wahlkreis Schwerin zu überzeugen, wo Schwesig ebenfalls kandidiert. Holm möchte das Direktmandat an sich reißen und hat damit ein ehrgeiziges Ziel vor Augen.
Doch nicht alle innerhalb der AfD sind mit der Situation vollkommen zufrieden. Vor der Nominierung gab es Unstimmigkeiten über die Kandidatur an der Parteispitze. Co-Landeschef Enrico Schult, der nicht als Ministerpräsidentenkandidat antreten wollte, strebt stattdessen für zur Listenplatz 1 der Landesliste an. Damit bleibt die interne Dynamik der Partei eine spannende Angelegenheit.
Änderungen im Rundfunk und weitere Pläne
So sieht Holm auch die Medienlandschaft in seinem Fokus. Als mögliche erste Amtshandlung als Ministerpräsident kündigte er die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages an und äußerte sich kritisch über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das deutet darauf hin, dass Holm nicht nur die Wählergunst, sondern auch grundlegende Strukturen in MV verändern möchte.
Dennoch bleibt die Wahlumfrage nur eine Momentaufnahme. Die erhobenen Daten sind Projektionen, die auf verschiedenen Faktoren, wie politischer Grundüberzeugung oder vergangenen Wahlergebnissen, basieren. Die echten Herausforderungen werden bei der Wahl selbst deutlich werden. Der statistische Fehler bei Umfragen liegt zwischen 1 und 3 Prozentpunkten, was bedeutet, dass Überraschungen nicht ausgeschlossen sind, wie die jüngste Wahlgeschichte gezeigt hat.
Insgesamt hat die AfD in Mecklenburg-Vorpommern mit Leif-Erik Holm nun einen starken Kandidaten an der Spitze. Ob die Partei es tatsächlich schafft, die politische Landschaft im nächsten Jahr zu verändern, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Auf die kommende Landtagswahl dürfen wir gespannt sein.
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