Wenn man durch die Stadt Loitz schlendert, fällt unweigerlich der Blick auf die alte Diesterweg-Schule, die bald einen Neuanfang erleben wird. Der Umbau dieser historischen Bildungseinrichtung zu einem „Förderzentrum mit dem Schwerpunkt emotionale und geistige Entwicklung“ ist in vollem Gange. Florian Stahlkopf, Pressesprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald, berichtet, dass aktuell mehrere Gewerke gleichzeitig am Werk sind – Abbrucharbeiten, Gerüstbau, Dachdecker, Zimmerer und Elektriker sind im Einsatz, um die Kernsanierung voranzutreiben. Der Fokus liegt nun auf dem Abriss des Treppenhauses, welches die Verbindung zwischen dem ehemaligen Schul- und Hortgebäude herstellte.
Die Alte Diesterweg-Schule, die ein großer Teil der Geschichte Loitz ist, wird durch den Bau eines neuen Treppenhauses, welches auch die Anbindung an das Dachgeschoss des Haupthauses vorsieht, modernisiert. Eine Aufzugsanlage wird ebenfalls integriert, was nicht nur heute, sondern vor allem in Zukunft für die Zugänglichkeit des Gebäudes entscheidend sein wird.
Ein emotionaler Rückblick
Horst Triphahn, ein ehemaliger Lehrer der Diesterweg-Schule, verfolgt die Umbaumaßnahmen mit großem Interesse. Der 78-Jährige lebt seit 1945 in Loitz und bringt eine breite Palette an Erinnerungen an die Schule mit. „Es war das schönste Gebäude in Loitz“, schwärmt er und erinnert sich an die kleine Sternwarte und die Bibliothek, die früher dort untergebracht waren. Die Baustelle zu besichtigen, berührte ihn emotional und ließ viele Erinnerungen wach werden.
Doch der Fortschritt hat auch seine Herausforderungen. Auch wenn die Entkernung des Gebäudes voranschreitet, gibt es einen leichten Bauverzug. Die Abbrucharbeiten und die Beräumung des Grundstücks sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein, denn bereits für das Schuljahr 2026/2027 ist der Umzug der Schule Behrenhoff nach Loitz geplant. Da ist ordentlich was los in der kleinen Stadt!
Vorfreude auf die Zukunft
Die Umwandlung der Schule ist ein wichtiger Schritt für die Gemeinde und die Förderung von Kindern, die besondere Unterstützung benötigen. Die emotionalen Erinnerungen der ehemaligen Schüler und Lehrer, die in das neue Konzept einfließen, versprechen, dass die alte Schule nicht in Vergessenheit gerät, sondern einen neuen, bedeutsamen Platz in der Stadt einnimmt.
Bleibt nur zu hoffen, dass das neue Förderzentrum den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird und ein Ort des Lernens und der Entwicklung entsteht, wofür die alte Diesterweg-Schule immer stand. Die Geschichte wird weiterhin gelebt, und Loitz zeigt, wie wichtig es ist, traditionelles Erbe mit modernem Denken zu verbinden.